Rezension „Cat & Cole I – Die letzte Generation“

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Cover des Buches "Cat und Cole - Die letzte Generation" von Emily Suvada
© Planet! Verlag https://www.thienemann-esslinger.de/planet/

„Cat & Cole“ ist auf jeden Fall ein Buch, das mich sehr überrascht hat. Ich hatte es kurz nach seinem Erscheinen schon mal in der Hand, damals hatte ich es aber vollkommen verkehrt eingeschätzt. Vom Titel und vom Cover her dachte ich zunächst, es wäre ein Buch aus dem Young-Adult-Genre und die sind einfach nicht mein Ding. Als ich dann während einer meiner Mittagspausen in der kleinen Buchhandlung vor Ort stöberte, fiel mir vor drei Wochen der zweite Teil in die Hände. Dabei musste ich feststellen, dass ich die Geschichte vollkommen falsch zugeordnet habe: Es ist eine Fantasy/Sciencefiction/Apokalypsen-Geschichte mit einer schönen Portion Genetik. Als ich das bemerkte, musste ich den ersten Teil sofort einkaufen und verschlingen!

Zum Inhalt:

Auf der Erde ist ein unheilbares, tödliches Virus ausgebrochen. Catarina Agatta lebt seitdem alleine in einer Hütte im Wald, wo sie sich vor dem Konzern Cartaxus versteckt, der ihren Vater und ihren Freund entführt hat. Ganze zwei Jahre hat sie alles getan, um zu überleben, als eines Tages ein junger Cartaxus-Soldat sie in ihrem Versteck aufspürt. Er hat eine Nachricht von ihrem Vater, Lachlan Agatta: Er hat ein Heilmittel für das Virus gefunden, aber damit die Menschheit gerettet werden kann, muss Cat mit dem Soldaten zusammenarbeiten. Aber kann sie Cole, der sein ganzes Leben bei Cartaxus verbracht zu haben scheint, tatsächlich trauen? Und was verbindet ihren Vater mit ihm? Welche düsteren Geheimnisse hat Lachlan vor ihr verbogen gehalten? Cat hat kaum Zeit mehr zu erfahren, denn das Herstellen des Impfstoffs ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Mein Leseerlebnis:

WOW – was für eine spannende und geniale Geschichte! Cat und Cole war wie ein Actionfilm – nicht eine Szene verging ohne, dass eine Überraschung auf mich wartete oder mir vor lauter Spannung der Atem stockte. Ein wirklich großartiges Buch.

Total begeistert hat mich, dass ich immer wieder überrascht wurde und ich auch das Ende nicht vorhergesehen habe! Ein absolut tolles Erlebnis für eine ehemalige Buchhändlerin, die doch schon so einige Bücher gelesen hat.

„Cat und Cole“ unterscheidet sich meiner Meinung nach dadurch von anderen Büchern dieses Genres, dass es nicht die „typische Liebesgeschichte“ enthält. Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, aber die entwickelt sich anders, als man es von anderen Geschichten gewohnt ist und wie ich es auch zu Beginn erwartet hatte. Aber mehr will ich dazu nicht verraten, das solltet ihr besser selbst herausfinden.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass nicht erst das ganze Setting erklärt wird, sondern ich im Laufe der Geschichte immer mehr über die Welt und ihre Regeln erfahren habe. Zum Beispiel: Wie kann man sich temporär vor dem Virus schützen? Oder welche genetischen Veränderungen gibt es und wo liegen deren Grenzen? Emily Suvada hat mir all das nicht erzählt, sondern ich habe es Schritt für Schritt selbst entdeckt, während ich mit Cat mitgefiebert habe – das hat mir wirklich richtig Spaß gemacht. Einfach mal nicht alles von Anfang an zu wissen, sondern auch etwas im Ungewissen zu bleiben.

Am meisten überrascht hat mich aber eindeutig das Ende: Ein paar Dinge habe ich geahnt, aber andere definitiv nicht, sodass ich echt überrascht war. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite einfach unglaublich fesselnd! Das Ende war ein guter Abschluss, aber gleichzeitig hat es Hunger auf mehr gemacht – darum habe ich auch den zweiten Band bereits hier liegen, um ihn bald anzufangen (vorher will aber noch ein anderes Buch zwischendurch gelesen werden).

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Mir sind immer wieder Tipp- und Schreibfehler aufgefallen. Das tut der Geschichte zwar nicht wirklich weh, aber genervt hat es mich schon… Wenn ihr auf solche Fehler auch allergisch reagieren solltet, lasst euch davon aber nicht abhalten, Cat und Cole zu lesen. Es lohnt sich „darüber hinweg zu lesen“ – und vielleicht sind die Fehler in der nächsten Auflage ja auch schon gar nicht mehr enthalten!?

Meine Empfehlung:

„Cat und Cole“ ist eine Geschichte für alle ab 15 Jahren – für jüngere Leserinnen und Leser würde ich das Buch nicht empfehlen, da es doch stellenweise recht blutig ist. Ansonsten ist es für alle Fantasy-, Sciencefiction- und Dystopie-Fans super geeignet. Außerdem werden auch allen Fans von gut durchdachten und in sich logischen Geschichten ihre Freude an „Cat und Cole“ haben. Das Buch ist aber vor allem für all diejenigen ein Muss, die unbedingt nochmal von einem Buch überrascht werden wollen!

Bibliographische Daten:

Deutsche Ausgabe:
Titel: Cat und Cole – Die letzte Generation
Autorin: Emily Suvada
Übersetzerin: Vanessa Lamatsch
Seiten: 480
Verlag: Planet!
ISBN:  978-3-522-50559-8
Preis SC: 17,00€ / Preis Ebook: 12,99€
Erscheinungsjahr: 06/2018

Englische Ausgabe:
Titel: This mortal coil
Autorin: Emily Suvada
Seiten: 464
Verlag: Penguin
ISBN:  9780141379272
Preis TB: £7.99 / Preis Ebook: £7.99
Erscheinungsjahr: 11/2017

Rezension „Nur drei Worte“ (oder „Love Simon“)

Cover des Buches "Nur drei Worte" von Becky Albertalli
© Carlsen www.carlsen.de

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Auf „Nur drei Worte“ (oder besser gesagt „Simon vs. the homo sapiens agenda“, schließlich habe ich das Buch auf Englisch gelesen) bin ich durch Zufall gestoßen. Ich hatte das Buch schon öfter in meiner Lieblingsbuchhandlung gesehen und meine ehemalige Kollegin hat mir vorgeschwärmt, wie toll sie es fand, aber richtig überzeugt war ich nicht. Als ich dann auf YouTube nach neuen Strickanleitungen gesucht habe, bekam ich als Werbeanzeige vor dem Tutorial den Trailer zum Film eingeblendet. Der war so witzig und hat mich einfach so neugierig gemacht, dass ich dann doch beschlossen habe, das Buch zu lesen. Und was soll ich sagen? „Simon vs. the homo sapiens agenda“ hat mich vollkommen überrascht und total vom Hocker gehauen!

Zum Inhalt:

Simon ist ein ganz normaler 17-jähriger Junge: Er besucht die Highschool, hat zwei Schwestern, ziemlich entspannte Eltern und großartige Freunde. Alles ändert sich, als einer seiner Mitschüler hinter sein größtes Geheimnis kommt und ihn erpresst. – Simon ist nämlich schwul und hat es noch niemandem erzählt. Er möchte den Zeitpunkt selbst bestimmen, an dem er seine sexuelle Orientierung offenbart, darum lässt er sich auf die Erpressung ein.

In jeder freien Minute schreibt Simon sich mit einem anderen Jungen (Blue), der dieselbe Schule wie er besucht und ebenfalls schwul ist, anonym E-Mails. Die beiden sind auf einer Wellenlänge und Simon wüsste nur zu gerne, wer sein Gegenüber ist. Als er erpresst wird, befürchtet er, dass Blue den Kontakt abbrechen könnte, sollte etwas von ihrer Korrespondenz öffentlich werden.

Simons Geheimnis bleibt natürlich nicht lange geheim: Jemand veröffentlicht einen Teil der E-Mails, die er mit Blue geschrieben hat auf Tumblr und schon weiß die ganze Schule Bescheid. Simons Leben ist von nun an nicht mehr dasselbe: Blue bricht den Kontakt ab, Simons Mitschüler machen sich über ihn lustig und seine Freunde sind von ihm enttäuscht, weil er ihnen nicht vertraut hat. Doch Simon wäre nicht Simon, wenn er die ganze Situation nicht mit Humor und einer guten Portion Selbstbewusstsein zu nehmen wüsste. Er setzt alles daran, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und herauszufinden, wer seiner Mitschüler Blue ist. Als er ihn endlich trifft, wartet eine große Überraschung auf Simon…

Mein Leseerlebnis:

Ich hatte so unglaublich viel Spaß daran, „Simon vs. the homo sapiens agenda“ zu lesen – das hatte ich gar nicht erwartet. Das Buch hat meine Erwartungen in allen Bereichen übertroffen. Nicht nur, dass es echt gut geschrieben ist und über die gesamte Länge spannend bleibt, die Geschichte ist auch nicht vorhersehbar, wie es sonst bei Lovestories oft der Fall ist, und überrascht dadurch immer wieder mit ihren Wendungen. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich bis zum Ende wirklich nicht wusste, wer Blue ist. Als das Geheimnis dann schließlich gelüftet wurde, passte es aber einfach perfekt.

Besonders gut hat mir auch gefallen, wie Becky Albertalli die Theaterproben und -aufführungen des Musicals „Oliver!“ beschrieben hat. Ich hatte dieses Musical schon ganz vergessen gehabt, aber „Nur drei Worte“ hat mich wieder daran erinnert und seit dem höre ich die Lieder immer wieder und denke dabei an Simon, Nick, Abby, Leah und Blue.

Ich war sehr traurig, als ich in meinem Tolino umblätterte und das Buch zu ende war. Das Ebook hat nämlich noch einige Seiten mehr, als nur den Text des Buches: Es enthält auch die ganzen E-Mails von Blue und Simon. Das finde ich echt super, allerdings war die Geschichte dann schon 100 Seiten früher zu ende, als ich erwartet hatte.

Meine Empfehlung:

„Simon vs. the homosapiens agenda“ ist ein großartiger Coming-of-Age-Roman! Ich war erst skeptisch, ob ich mit dieser Art von Liebesgeschichte etwas anfangen kann, aber sie war einfach toll! Becky Albertalli erzählt so mitreißend darüber, wie es für Simon ist, mit seinem Geheimnis zu leben.

Ich empfehle dieses Buch allen ab 14 Jahren, die nach einer tollen Geschichte, über Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden lesen wollen.

Bibliographische Daten:

Deutsche Ausgabe:
Titel: Nur drei Worte (Filmausgabe: „Love Simon“)
Autorin: Becky Albertalli
Seiten: 320
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-55609-7
Preis HC: 16,99€ / Film-TB 8,99€ / Preis Ebook: 8,99€
Erscheinungsjahr: 02/2016

Englische Ausgabe:
Titel: Simon vs. the homo sapiens agenda
Autorin: Becky Albertalli
Seiten: 352
Verlag: Penguin
ISBN: 9780241330135
Preis TB: 7,99€ / Preis Ebook: 6,99€
Erscheinungsjahr: 06/2016

Rezension: „Offline ist es nass, wenn’s regnet“

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„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ ist ein Buch, dessen Titel mich sofort angesprochen hat. Das Cover gefiel mir auch ganz gut, aber in die Hand genommen habe ich es vor allem wegen des Titels. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich, dass ich das Buch lesen möchte – und es hat mich voll überzeugt.

Zum Inhalt:

Cover des Buches "Offline ist es nass, wenn's regnet" von Jessi Kriby
© Loewe Verlag www.loewe-verlag.de

Mari lebt den Traum vieler junger Mädchen: Sie ist eine erfolgreiche Influencerin. Auf ihren unterschiedlichen Social Media Kanälen folgen ihr viele tausend Menschen und kommentieren alle ihre Beiträge. Aber der Traum hat auch seine Schattenseiten und Maris Leben fühlt sich leer und unecht an.

Als sie an ihrem 18. Geburtstag ein einzigartiges Geschenk von ihrer Tante erhält, steht ihr Entschluss fest: Sie wendet ihrem digitalen Leben den Rücken zu und geht stattdessen hiken. Auf ihrem Weg – dem John Muir Trail – durch den Yossemite Nationalpark lernt sie sich selbst neu kennen. Natürlich lernt sie auch andere Wanderer kennen und findet sogar echte Freunde auf ihrem Hike. Sie genießt ihr neues Leben in vollen Zügen, aber ihre Vergangenheit verfolgt sie, auch auf dem Trail. Ob ihre neuen Freunde Verständnis haben werden, wenn sie erfahren, wer Mari wirklich ist?

Mein Leseerlebnis:

„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ hat mich richtig gefesselt. Anfangs war ich vor allem gespannt, ob die Geschichte auch hält, was sie verspricht. Sie sollte eine gute Mischung aus „Girl online“ und „Ich bin dann mal weg“ sein. Beides Bücher, die ich gerne gelesen habe. Aber ich hatte Sorge, dass mir die Geschichte zu oberflächlich sein könnte. Das war mal wieder vollkommen unnötig: Jessi Kirby hat einen großartigen Roman geschrieben, der richtig Lust auf das Wandern in der Natur macht, gleichzeitig aber auch den Blick nach innen wendet. Zwischenzeitlich hat es mich sogar ein bisschen an „Das Schicksal ist ein Mieser Verräter“ oder „Nicht weg und nicht da“ erinnert. Eine tolle Geschichte, die für mich Elemente aus all den genannten Büchern super verbindet.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin einen Blick hinter die Kulissen des Influencer-Lebens gegeben hat. Wenn man solchen Accounts folgt, denkt man oft nicht darüber nach, wie viel Arbeit und auch Retusche hinter einzelnen Posts steckt. Auch das aufblitzen der „alten Gewohnheiten“ auf der Wanderung fand ich sehr authentisch und schön: Jedes Mal, wenn Mari überlegt, wie sie ein bestimmtes Motiv, das sie sieht, auf Instagram inszenieren würde. Aber je länger sie unterwegs ist, desto seltener scheint sie daran zu denken. Man erlebt ihre Veränderung beim Lesen voll mit.

Als Mari ihre neuen Freunde findet, mit denen sie den Trail später gemeinsam bewältigt, dachte ich mir im ersten Moment nur: „Muss das jetzt sein?“ Ich hätte es auch sehr spannend gefunden, wenn sie die ganze Strecke alleine geschafft hätte. Aber vermutlich wäre das für ein Jugendbuch auch etwas langweilig gewesen – und außerdem wäre es wahrscheinlich auch nicht sehr authentisch gewesen, von daher war es okay.

Meine Empfehlung:

„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ ließ sich angenehm leicht lesen. Ich kam immer schnell rein und ich musste beim Lesen auch nicht viel nachdenken. Das habe ich sehr genossen, weil ich in meinem Urlaub zuhause auf dem Balkon einfach ein bisschen abschalten und die Sonne genießen wollte. – Das Buch eignet sich also ideal als Urlaubslektüre für Mädchen ab 14 Jahren und alle junggebliebenen Frauen.

Bibliographische Daten:

Deutsche Ausgabe:
Titel: Offline ist es nass, wenn’s regnet
Autorin: Jessi Kirby
Seiten: 336
Verlag: Loewe
ISBN: 9783743203778
Preis TB: 14,95€ / Preis Ebook: 11,99€
Erscheinungsjahr: 01/2019

Englische Ausgabe:
Titel: The other side of lost
Autorin: Jessi Kriby
Seiten: 320
Verlag: Harper Collins
ISBN: 9780062424242
Preis: 15,99€ / Preis Ebook: 10,99€
Erscheinungsjahr: 08/2018

Ein neuer Lebensabschnitt

Ihr Lieben,
zu allererst möchte ich euch allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2019 wünschen. Ich hoffe, dass ihr alle einen guten Start hattet und ihr alles in diesem Jahr schafft, was ihr euch so vornehmt! Mein einziger großer Vorsatz für dieses Jahr ist eigentlich, dass ich wieder mehr bloggen will. Dafür hatte ich im letzten Jahr leider viel zu wenig Zeit und dafür möchte ich mich bei euch allen entschuldigen. Es hat sich aber auch wirklich sehr viel bei uns in dieser Zeit verändert.

Die erste Hälfte des Jahres war überhaupt nicht gut. Erst hatte der Vater meines Freundes einen Herzinfarkt, dann hatte mein Freund einen Unfall, bei dem er sich an der Hand verletzte und wir hatten so einige Tiefschläge zu überstehen. Das alles haben wir geschafft und seit Mitte 2018 geht es auch wieder bergauf, aber es hat sich trotzdem seitdem viel verändert, wodurch ich einfach keine Zeit hatte zum Schreiben.

Ich habe nämlich eine Volontariatsstelle in Südhessen bekommen! Dafür mussten wir erst einmal eine Wohnung finden, was zwei Monate gedauert hat, in denen wir 800 km pro Woche Auto gefahren sind. Dann mussten wir den Umzug vorbereiten und dann war ich auch schon hier unten und fing meine neue Stelle an. Jetzt haben wir langsam alle Kisten ausgepackt und es kehrt so etwas wie Alltag bei uns ein. Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder mehr Zeit haben werde, euch hier zu berichten, welche neuen Bücher ich lese, was sich so auf meinen Stricknadeln befindet und was ich alles in meiner neuen Heimat entdecke.

Im Laufe der nächsten Tage werde ich meinen Blog auch noch an die neue Rechtslage anpassen und alle alten Posts, in denen ich von Büchern, Wolle, Strickanleitungen oder Ähnlichem berichte als Werbung kennzeichnen. Leider ist das mittlerweile Pflicht – ganz unabhängig davon, ob ich wirklich Werbung machen will und dafür bezahlt werde oder nicht. Da ich aber auf keinen Fall gegen geltendes Recht verstoßen will, werde ich in Zukunft meine Blogposts entsprechend kennzeichnen. Bitte habt Verständnis dafür und lasst euch davon nicht abschrecken oder irritieren. Dabei kann es passieren, dass manche Posts zwischendurch mal etwas komisch aussehen, weil es außerdem eine neue WordPress Version gibt, die leider das Layout alter Posts manchmal etwas zerschießt. Ich schreibe und berichte aber einfach viel zu gerne über all die tollen Bücher, die ich gelesen habe, und Strickprojekte, die ich entdeckt habe, als dass ich mich von so Kleinigkeiten abschrecken lassen würde.

Ich hoffe, es geht euch allen gut und 2018 hat sich für euch auch gut entwickelt. Nun wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen oder Stricken.
Eure Katrin

Stricksocken im Juli?

Diesen Sommer ist es richtig lange richtig heiß. Da braucht eigentlich niemand Stricksocken. Aber auch Tücher oder Pulis stricken ist momentan nicht dran. Aber ihr kennt mich ja: Wenn ich nichts zum Stricken habe, werde ich ganz hibbelig. Darum habe ich einfach mal etwas Neues ausprobiert: Ich habe ein Paar Sneakersocken aus Sockenwolle mit Baumwolle gestrickt. Das hat richtig Spaß gemacht, weil sich die Wolle wirklich gut hat stricken lassen. Wenn es warm ist, wie im Moment, habe ich nämlich immer ganz schwitzige Hände und meine Finger schwellen an. Das nervt beim Stricken eher, weil die Nadeln dann ganz schnell verkleben. Bei zu schwitzigen Händen wird sogar das ganze Strickstück feucht und lässt sich nicht mehr gut über die (bereits klebenden) Nadeln schieben. Es quietscht dann immer dabei – kennt ihr das? Spätestens, wenn es beim Stricken zu quietschen anfängt, ist es für mich ein Zeichen, mit dem Stricken aufzuhören…

Ein paar grün-geringelte Stricksocken, deren Schaft nur aus dem Bündchen besteht.

Sneakersocken

Mit der Sockenwolle mit Baumwolle hatte ich solche Probleme aber nicht. Und dadurch, dass es „nur“ Sneakersocken waren, reichte es, nur ein Bündchen zu stricken und dann direkt mit der Ferse anzufangen. Dadurch habe ich die Socken auch ruckzuck fertig gestrickt.

Das erste Paar war natürlich erst einmal für mich – ich kann ja nicht einfach Socken verschenken, die rutschen oder nicht vernünftig sitzen. Dafür habe ich 16 Maschen pro Nadel angeschlagen und zunächst 20 Runden *1 re, 1 li* im Wechsel gestrickt für das Bündchen. Danach habe ich dann direkt die Shadowwrap-Ferse gestrickt und im Anschluss daran dann den Fuß glatt rechts mit Bandspitze am Ende. Ich finde die sehen richtig gut aus und gut tragen lassen sie sich auch (allerdings nicht bei den Temperaturen, die wir im Moment haben)!

Nun wünsche ich euch allen noch ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen und eine gute Nacht.

Eure Katrin