Rezension: „Offline ist es nass, wenn’s regnet“

[Werbung, unbeauftragt und unbezahlt]

„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ ist ein Buch, dessen Titel mich sofort angesprochen hat. Das Cover gefiel mir auch ganz gut, aber in die Hand genommen habe ich es vor allem wegen des Titels. Als ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich, dass ich das Buch lesen möchte – und es hat mich voll überzeugt.

Zum Inhalt:

Cover des Buches "Offline ist es nass, wenn's regnet" von Jessi Kriby
© Loewe Verlag www.loewe-verlag.de

Mari lebt den Traum vieler junger Mädchen: Sie ist eine erfolgreiche Influencerin. Auf ihren unterschiedlichen Social Media Kanälen folgen ihr viele tausend Menschen und kommentieren alle ihre Beiträge. Aber der Traum hat auch seine Schattenseiten und Maris Leben fühlt sich leer und unecht an.

Als sie an ihrem 18. Geburtstag ein einzigartiges Geschenk von ihrer Tante erhält, steht ihr Entschluss fest: Sie wendet ihrem digitalen Leben den Rücken zu und geht stattdessen hiken. Auf ihrem Weg – dem John Muir Trail – durch den Yossemite Nationalpark lernt sie sich selbst neu kennen. Natürlich lernt sie auch andere Wanderer kennen und findet sogar echte Freunde auf ihrem Hike. Sie genießt ihr neues Leben in vollen Zügen, aber ihre Vergangenheit verfolgt sie, auch auf dem Trail. Ob ihre neuen Freunde Verständnis haben werden, wenn sie erfahren, wer Mari wirklich ist?

Mein Leseerlebnis:

„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ hat mich richtig gefesselt. Anfangs war ich vor allem gespannt, ob die Geschichte auch hält, was sie verspricht. Sie sollte eine gute Mischung aus „Girl online“ und „Ich bin dann mal weg“ sein. Beides Bücher, die ich gerne gelesen habe. Aber ich hatte Sorge, dass mir die Geschichte zu oberflächlich sein könnte. Das war mal wieder vollkommen unnötig: Jessi Kirby hat einen großartigen Roman geschrieben, der richtig Lust auf das Wandern in der Natur macht, gleichzeitig aber auch den Blick nach innen wendet. Zwischenzeitlich hat es mich sogar ein bisschen an „Das Schicksal ist ein Mieser Verräter“ oder „Nicht weg und nicht da“ erinnert. Eine tolle Geschichte, die für mich Elemente aus all den genannten Büchern super verbindet.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin einen Blick hinter die Kulissen des Influencer-Lebens gegeben hat. Wenn man solchen Accounts folgt, denkt man oft nicht darüber nach, wie viel Arbeit und auch Retusche hinter einzelnen Posts steckt. Auch das aufblitzen der „alten Gewohnheiten“ auf der Wanderung fand ich sehr authentisch und schön: Jedes Mal, wenn Mari überlegt, wie sie ein bestimmtes Motiv, das sie sieht, auf Instagram inszenieren würde. Aber je länger sie unterwegs ist, desto seltener scheint sie daran zu denken. Man erlebt ihre Veränderung beim Lesen voll mit.

Als Mari ihre neuen Freunde findet, mit denen sie den Trail später gemeinsam bewältigt, dachte ich mir im ersten Moment nur: „Muss das jetzt sein?“ Ich hätte es auch sehr spannend gefunden, wenn sie die ganze Strecke alleine geschafft hätte. Aber vermutlich wäre das für ein Jugendbuch auch etwas langweilig gewesen – und außerdem wäre es wahrscheinlich auch nicht sehr authentisch gewesen, von daher war es okay.

Meine Empfehlung:

„Offline ist es nass, wenn’s regnet“ ließ sich angenehm leicht lesen. Ich kam immer schnell rein und ich musste beim Lesen auch nicht viel nachdenken. Das habe ich sehr genossen, weil ich in meinem Urlaub zuhause auf dem Balkon einfach ein bisschen abschalten und die Sonne genießen wollte. – Das Buch eignet sich also ideal als Urlaubslektüre für Mädchen ab 14 Jahren und alle junggebliebenen Frauen.

Bibliographische Daten:

Deutsche Ausgabe:
Titel: Offline ist es nass, wenn’s regnet
Autorin: Jessi Kirby
Seiten: 336
Verlag: Loewe
ISBN: 9783743203778
Preis TB: 14,95€ / Preis Ebook: 11,99€
Erscheinungsjahr: 01/2019

Englische Ausgabe:
Titel: The other side of lost
Autorin: Jessi Kriby
Seiten: 320
Verlag: Harper Collins
ISBN: 9780062424242
Preis: 15,99€ / Preis Ebook: 10,99€
Erscheinungsjahr: 08/2018

Ein neuer Lebensabschnitt

Ihr Lieben,
zu allererst möchte ich euch allen ein frohes und gesegnetes neues Jahr 2019 wünschen. Ich hoffe, dass ihr alle einen guten Start hattet und ihr alles in diesem Jahr schafft, was ihr euch so vornehmt! Mein einziger großer Vorsatz für dieses Jahr ist eigentlich, dass ich wieder mehr bloggen will. Dafür hatte ich im letzten Jahr leider viel zu wenig Zeit und dafür möchte ich mich bei euch allen entschuldigen. Es hat sich aber auch wirklich sehr viel bei uns in dieser Zeit verändert.

Die erste Hälfte des Jahres war überhaupt nicht gut. Erst hatte der Vater meines Freundes einen Herzinfarkt, dann hatte mein Freund einen Unfall, bei dem er sich an der Hand verletzte und wir hatten so einige Tiefschläge zu überstehen. Das alles haben wir geschafft und seit Mitte 2018 geht es auch wieder bergauf, aber es hat sich trotzdem seitdem viel verändert, wodurch ich einfach keine Zeit hatte zum Schreiben.

Ich habe nämlich eine Volontariatsstelle in Südhessen bekommen! Dafür mussten wir erst einmal eine Wohnung finden, was zwei Monate gedauert hat, in denen wir 800 km pro Woche Auto gefahren sind. Dann mussten wir den Umzug vorbereiten und dann war ich auch schon hier unten und fing meine neue Stelle an. Jetzt haben wir langsam alle Kisten ausgepackt und es kehrt so etwas wie Alltag bei uns ein. Ich hoffe, dass ich in Zukunft wieder mehr Zeit haben werde, euch hier zu berichten, welche neuen Bücher ich lese, was sich so auf meinen Stricknadeln befindet und was ich alles in meiner neuen Heimat entdecke.

Im Laufe der nächsten Tage werde ich meinen Blog auch noch an die neue Rechtslage anpassen und alle alten Posts, in denen ich von Büchern, Wolle, Strickanleitungen oder Ähnlichem berichte als Werbung kennzeichnen. Leider ist das mittlerweile Pflicht – ganz unabhängig davon, ob ich wirklich Werbung machen will und dafür bezahlt werde oder nicht. Da ich aber auf keinen Fall gegen geltendes Recht verstoßen will, werde ich in Zukunft meine Blogposts entsprechend kennzeichnen. Bitte habt Verständnis dafür und lasst euch davon nicht abschrecken oder irritieren. Dabei kann es passieren, dass manche Posts zwischendurch mal etwas komisch aussehen, weil es außerdem eine neue WordPress Version gibt, die leider das Layout alter Posts manchmal etwas zerschießt. Ich schreibe und berichte aber einfach viel zu gerne über all die tollen Bücher, die ich gelesen habe, und Strickprojekte, die ich entdeckt habe, als dass ich mich von so Kleinigkeiten abschrecken lassen würde.

Ich hoffe, es geht euch allen gut und 2018 hat sich für euch auch gut entwickelt. Nun wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen oder Stricken.
Eure Katrin

Stricksocken im Juli?

Diesen Sommer ist es richtig lange richtig heiß. Da braucht eigentlich niemand Stricksocken. Aber auch Tücher oder Pulis stricken ist momentan nicht dran. Aber ihr kennt mich ja: Wenn ich nichts zum Stricken habe, werde ich ganz hibbelig. Darum habe ich einfach mal etwas Neues ausprobiert: Ich habe ein Paar Sneakersocken aus Sockenwolle mit Baumwolle gestrickt. Das hat richtig Spaß gemacht, weil sich die Wolle wirklich gut hat stricken lassen. Wenn es warm ist, wie im Moment, habe ich nämlich immer ganz schwitzige Hände und meine Finger schwellen an. Das nervt beim Stricken eher, weil die Nadeln dann ganz schnell verkleben. Bei zu schwitzigen Händen wird sogar das ganze Strickstück feucht und lässt sich nicht mehr gut über die (bereits klebenden) Nadeln schieben. Es quietscht dann immer dabei – kennt ihr das? Spätestens, wenn es beim Stricken zu quietschen anfängt, ist es für mich ein Zeichen, mit dem Stricken aufzuhören…

Ein paar grün-geringelte Stricksocken, deren Schaft nur aus dem Bündchen besteht.

Sneakersocken

Mit der Sockenwolle mit Baumwolle hatte ich solche Probleme aber nicht. Und dadurch, dass es „nur“ Sneakersocken waren, reichte es, nur ein Bündchen zu stricken und dann direkt mit der Ferse anzufangen. Dadurch habe ich die Socken auch ruckzuck fertig gestrickt.

Das erste Paar war natürlich erst einmal für mich – ich kann ja nicht einfach Socken verschenken, die rutschen oder nicht vernünftig sitzen. Dafür habe ich 16 Maschen pro Nadel angeschlagen und zunächst 20 Runden *1 re, 1 li* im Wechsel gestrickt für das Bündchen. Danach habe ich dann direkt die Shadowwrap-Ferse gestrickt und im Anschluss daran dann den Fuß glatt rechts mit Bandspitze am Ende. Ich finde die sehen richtig gut aus und gut tragen lassen sie sich auch (allerdings nicht bei den Temperaturen, die wir im Moment haben)!

Nun wünsche ich euch allen noch ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen und eine gute Nacht.

Eure Katrin

Ninis Blog ist wieder da

Ihr Lieben,

bitte entschuldigt, dass ihr so lange Nichts mehr von mir gehört habt und der Blog zwischenzeitlich sogar komplett offline war. Zuerst hatte ich keine Zeit, dann hatte ich privat riesengroßes Chaos und zu guter letzt trat genau in der Zeit dann auch noch die DSGVO in Kraft. Jetzt ist die Datenschutzerklärung aber fertig und da und auch das Chaos wird langsam weniger – zumindest hoffe ich das.

In den letzten Monaten, in denen ich Nichts geschrieben habe, habe ich aber natürlich immer fleißig weitergestrickt und neue Bücher gelesen. Die fertigen Strickprojekte und einige der Bücher, die ich gelesen habe, stelle ich euch nach und nach dann wieder hier vor.

Ich hoffe, ihr freut euch genauso sehr, wieder Neuigkeiten auf meinem Blog zu lesen wie ich mich freue, endlich wieder hier schreiben zu können.

Ich wünsche euch allen jetzt noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen oder Stricken.

Eure Katrin

Warme Füße muss man haben…

[Werbung, unbeauftragt und unbezahlt]
Jetzt kommt sie doch noch, die große Kälte. Es ist ja wirklich lange Zeit mild gewesen, dass ich fast schon nicht mehr daran glaubte, dass der Winter noch kommt. Aber jetzt, im Februar, sucht er uns heim. Bei uns hat es immer wieder ordentlich geschneit und die Temperaturen sind seit mehreren Wochen unter null Grad. Nur gut, dass ich so viel schöne Wolle auf Vorrat habe. Ich musste sie nur kurz wickeln und schon konnte ich die ersten Socken für dieses Jahr annadeln.

Das erste Sockenpaar:

Die ersten Socken in diesem Jahr habe ich für meinen Freund gestrickt. Er hat trotz Heizung immer so gefroren während er am Computer arbeitete, dass ich ihn mit warmen Socken versorgen musste. Die Wolle dafür hatte er sich schon im Dezember ausgesucht – eine Sonderfärbung aus dem Dornröschenwolle-Adventskalender auf Sockenwolle.

Ein Paar blau-grün geringelte Socken sind von der Seite vor einem dunklen Hintergrund zu sehen.
Ein Paar Socken für meinen Freund

Weil mein Freund von der Käppchenferse nicht so begeistert ist und ich nicht von der normalen Bumerangferse, habe ich mich während ich den ersten Schaft gestrickt habe nach anderen Fersenarten umgesehen. Dabei bin ich über das Video mit der „Shadow-Wrap“-Ferse von Maschenmarie gestolpert: eine Ferse ohne Löcher und mit hohem Tragekomfort. Ich war erst sehr skeptisch und fand, das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber ich bin positiv überrascht und finde die Ferse echt genial. Sie lässt sich sehr angenehm mit verkürzten Runden stricken, ohne dass ich mir beim Erstellen von doppelten Maschen das Blut im linken Zeigefinger abquetschen muss. Gleichzeitig hat die Ferse keine komischen Kanten oder Knoten, die man beim Tragen eventuell unangenehm spürt wie es bei der Käppchenferse schon mal der Fall sein kann. Wenn ich euch neugierig gemacht habe, folgt am besten dem Link oben zum YouTube-Video. Maschenmarie erklärt die Ferse wirklich total super und zeigt genau wie sie die Shadow-Wrap-Ferse strickt, sodass man es ganz einfach nachmachen kann.

Wie die Shadow-Wrap-Ferse dann am Ende aussieht, könnt ihr euch hier angucken:

Seitliche Ansicht einer Socke mit Shadow-Wrap-Ferse
Shadow-Wrap-Ferse

Das zweite Sockenpaar:

Das zweite Paar Socken, dass ich in diesem Jahr bereits fertig gestrickt habe, war für meine Nichte. – Ich muss allerdings gestehen, dass ich dieses Paar Socken bereits im Dezember angefangen habe zu stricken. Weil ich im Dezember aber noch ein paar Weihnachtsgeschenke fertig stricken musste, habe ich es erst dieses Jahr geschafft, sie fertigzustellen.

Ein Paar rosa-grün-hellblau geringelte Socken sind von der Seite vor einem dunklen Hintergrund zu sehen.
„Irish Girlie“-Socken für meine Nichte

Meine Nicht hat so dünne Beine, dass ich die Maschenanzahl und damit die Weite der Socken genau an sie angepasst habe. In diesem Fall habe ich die Socken in Größe 32/33 gestrickt aber mit der Maschenanzahl für Socken in Größe 30/31. Durch die geringere Maschenanzahl und das Rippenmuster aus zwei rechten und zwei linken Maschen im Wechsel, sitzen die Socken wie angegossen.

Auch dieses Paar Socken habe ich aus einem Strang Dornröschen-Sockenwolle gestrickt, dieses Mal in der Färbung „Irish Girlies“. Den Strang hatte ich schon über ein Jahr in meiner Wollkiste liegen, aber es hatte sich einfach noch keine Gelegenheit ergeben, um ihn zu verarbeiten. Jetzt habe ich immer noch genügend „Irish Girlies“-Wolle übrig, um noch ein Paar Socken daraus zu stricken. Deshalb bekommt meine andere Nichte auch noch ein Paar Socken aus dieser Wolle, sodass die beiden Mädels im Partnerlook gehen können.

Weitere Projekte:

Natürlich stricke ich parallel auch noch an anderen Sachen, zum Beispiel an noch einem Paar Socken in Größe 47 für einen Freund – auch die habe ich bereits letztes Jahr angenadelt . Die Socken aus der „Irish Girlies“-Wolle für meine andere Nichte habe ich auch bereits angefangen und ein paar Stulpen aus Merinowolle für meine Arbeitskollegin. Außerdem arbeite ich noch an einem größeren Strickprojekt, von dem ich hoffe, dass ich es euch auch bald vorstellen kann, aber bis dahin verrate ich euch noch nicht mehr darüber.

Was gibt es sonst Neues?

Ich habe viele neue Bücher bekommen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit zum Lesen. Nicht nur, weil ich so viel Strickprojekte habe, an denen ich arbeite, sondern vor allem auch, weil ich im Moment einige Hausarbeiten schreiben muss. Abgesehen davon habe ich noch ein paar zusätzliche Blockseminare in der Vorlesungsfreienzeit belegt (zum Beispiel eins über Photoshop – vielleicht ergibt sich demnächst ja eine Gelegenheit bei der ich euch zeigen kann, was ich dabei alles gelernt habe…). Ich denke aber, bis nächsten Monat werde ich wieder ein Buch fertig gelesen haben und euch darüber berichten können.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen, sonnigen Sonntag mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen.

Eure Katrin