Januar 27

Von der Nadel gehüpft…

sind mir in diesem Jahr tatsächlich schon drei Projekte! Ich muss gestehen, das eine habe ich bereits im letzten Jahr angefangen, aber auch zweieinhalb Projekte in gerade mal etwas mehr als drei Wochen finde ich schon ziemlich gut – und das wohl gemerkt neben den ganzen Unisachen, die  im Moment anstehen (3 Gruppenarbeiten, 1 Lerntagebuch, 1 Lesetagebuch und noch ein paar Textauseinandersetzungen). Aber ich muss auch sagen, es waren eher kleinere Sachen und ich bin gespannt, wie sie euch gefallen.

Der „Herr am Klavier“ mit „Violet Waffels“

Bild der Wollmütze Violett Waffels aus dicker Merinowolle von Dornröschen in der Färbung "Herr am Klavier"
Violett Waffels Mütze aus dicker Merinowolle von Dornröschen (Farbe: Herr am Klavier)

Ein sehr kurioser Name, aber fasst das Projekt sehr gut zusammen. Mein Freund brauchte nämlich dringend eine neue warme und schicke Mütze. Darum haben wir nach schöner, dicker Merinowolle gesucht und sind schließlich bei Dornröschen fündig geworden (wie hätte es auch anders sein sollen?). „Herr am Klavier“ heißt die wunderschöne Färbung mit leuchtendem Blau und dunkelem Grau und Schwarz. Das Muster der Mütze gibt es kostenlos auf Ravelry und heißt „ViolettWaffels“. Ich habe die Mütze ein wenig länger gestrickt, als in der Anleitung angegeben, dadurch passt sie meinem Schatz wie angegossen.

Besonders leicht ging die Strickerei aber nicht nur durch die fantastische Wolle von der Hand, sondern auch durch das Weihnachtsgeschenk, dass mir mein Wichtel dieses Weihnachten geschenkt hat: ein Rundstricknadelset mit Holzköpfen! Es macht mir einfach solchen Spaß mit Holznadeln zu stricken und jetzt habe ich endlich alle gängigen Köpfe für Rundstricknadeln und alle Seillängen, die ich mir nur wünschen kann. Das Jahr wird also noch so einige größere Projekte mit sich bringen.

Hofnärrische Lieblinsstulpen

Als zweites ist mir ein paar Stulpen aus 100%iger Merinowolle von den Nadeln gehüpft. Die hatte ich zwar schon im letzten Jahr angenadelt und wollte sie eigentlich auch schon zu Weihnachten verschenkt haben, aber dank des Weihnachtsgeschäfts ist nichts draus geworden… Nur gut, dass jetzt erst der Winter da ist, dann wird sich unsere Frau Post hoffentlich/bestimmt trotzdem noch über die Stulpen freuen.

Auch hier habe ich Wolle von Dornröschen verstrickt, diesmal jedoch die normale Merinowolle mit ungefähr 400m Lauflänge auf 100g. Ich war sehr gespannt, wie der Farbverlauf sich auf einem paar Stulpen macht und ich muss sagen ich finde ihn einfach toll!

Ein Bild von der Handstulpe aus Merinowolle mit der Färbung "Hofnarr"
Stulpe aus Dornröschen Merinowolle „Hofnarr“

Während ich die Stulpen für Frau Post so strickte, kam mir in den Sinn, dass der Hofnarr auch hervorragend zu meiner Nichte passen würde. Aber ich habe noch eine schöne Sockenwolle für neue warme Strümpfe für sie schon seit einiger Zeit in meiner Wollkiste, darum wollte ich keine Socken aus dem restlichen Hofnarren stricken. Aber als sie mir ihre kalten kleinen Händchen bei einer Umarmung in den Nacken schob stand mein Entschluss fest, dass unbedingt (!) Stulpen her müssen! Darum nadelte ich, sobald ich die Stulpen für Frau Post fertig hatte, noch ein Paar Ministulpen mit dem Hofnarren an. Die gingen so unglaublich schnell von der Nadel, dass es bestimmt nicht das letzte Paar Kinderstulpen war. Mein nächstes Projekt ist aber, noch mehr unterschiedliche Größen zu stricken, sodass ich für alle meine Nichten und Nichten nach und nach ein Paar Stulpen stricken kann, die dann hoffentlich auch alle perfekt passen. Sollte ich das irgendwann geschafft haben, möchte ich mich auch gerne mal daran wagen und meine erste eigene Strickanleitung schreiben. Wenn ich das geschafft habe und die Anleitung fertig ist, werdet ihr auf jeden Fall die ersten sein, die es erfahren und die Anleitung werde ich dann bestimmt auch hier auf meinem Blog veröffentlichen. Also: Vorbeischauen lohnt sich!

Jetzt wünsche ich euch allen aber noch einen schönen Abend mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen! Eure Katrin

Januar 22

Rezension: „Das dunkle Herz des Waldes“

Cover des Buches "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik
© cbj / Verlagsgruppe Random House
http://www.randomhouse.de

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn! Ein unglaublich tolle und überraschende Fantasy-Geschichte, die endlich (!) mal wieder in einem Band abgeschlossen ist!

Zum Inhalt:

Die junge Agnieszka wuchs in einem kleinen Dorf im Schatten des Waldes auf. Der Wald, der sich drohend ihrem Dorf entgegenstreckt und in dem so viele verdrehte und bösartige Wesen leben. Doch der Wald ist nicht ihr einziges Problem: Alle zehn Jahre kommt der Drache in die Dörfer und holt ein Mädchen von 17 Jahren zu sich. Allen ist klar, wen es dieses Jahr treffen wird: Agnieszkas beste Freundin Kaisa. Doch an dem Tag der Auswahl läuft alles anders. Statt Kaisa wählt der Drache Agnieszka, weil sie Magie in sich trägt, von der nicht einmal sie etwas wusste! So muss sie statt ihrer besten Freundin mit dem Fremden fortgehen, ohne zu wissen, was sie erwartet.

Doch das schwierige Leben mit dem Drachen ist bald nicht mehr Agnieszkas einziges Problem: Der Wald scheint mehr und mehr zum Leben zu erwachen und sein niederträchtiges Interesse scheint sich nicht nur gegen Agnieszka und den Drachen zu richten, sondern schon bald gegen das ganze Königreich…

Mein Leseerlebnis:

Naomi Novik schreibt einfach unglaublich spannend und toll! Natürlich hat mich – wie so oft – zunächst das Cover angesprochen. Das Bild und der Titel haben mich neugierig gemacht, worum es wohl in dem Buch geht. Sobald ich den Klappentext gelesen hatte, gab es auch schon kein Halten mehr: Das Buch musste mit!

Zuhause fing ich dann direkt mit Lesen an und konnte es kaum noch aus der Hand legen – leider musste ich es jedoch wegen meines Studiums, aber zum Glück gab es über Weihnachten ja ein paar vorlesungsfreie Tage.

„Das dunkle Herz des Waldes“ hat mich so ungeheuer gefesselt, weil die Geschichte für mich etwas vollkommen Neues war – und das ist nach 10 Jahren im Buchhandel nicht mehr so leicht zu finden! Ein Wald, der ein Bewusstsein zu haben scheint und nicht nur das, der etwas abgrundtief Böses in sich birgt! Die Art wie Naomi Novik das beschrieben hat, fühlte sich so unglaublich echt an, dass ich mich zwischenzeitlich ein bisschen gegruselt habe.

Was das Buch für mich aber einfach am Meisten auszeichnet, ist die Tatsache, dass es in jedem Kapitel zu einer unerwarteten Wendung kommt. Absolut überrascht und beeindruckt hat mich aber das Ende des Buches: ein wirklich unvorhersehbarer und unglaublich spannender Showdown. Ich finde, dieses Buch sollte man als Fantasy-Fan echt gelesen haben!

Meine Empfehlung:

„Das dunkle Herz des Waldes“ ist ein Buch für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren, da es am Ende doch etwas blutig ist und es auch eine kurze, heiße Liebesszene gibt.

Bibliographische Daten:

Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autorin: Naomi Novik
Seiten: 576
Verlag: CBJ
ISBN: 978-3-570-17268-1
Preis HC: 17,99€ / Preis Ebook: 13,99€
Erscheinungsjahr: 11/2016

Januar 8

Ein frohes neues und gesundes Jahr 2017

wünsche ich euch allen!

Leider war es die letzten Monate sehr ruhig hier, aber das wird sich hoffentlich in diesem Jahr wieder ändern! Ich habe auf jeden Fall schon viele, schöne Bücher auf meinem Lesestapel und einige neue Projekte angenadelt, über die ihr demnächst noch mehr erfahren werdet. Aber für den Start in dieses neue Jahr habe ich erst mal einen leckeren Frühstückstipp für euch: unser Sonnen-Porridge.

So kalt, wie es im Moment draußen ist (in den letzten Tagen hatten wir hier morgens Minus 15 Grad!), brauche ich morgens auf jeden Fall etwas warmes im Magen und wie geht das leichter und leckerer als mit einem warmen Porridge? Aber unser „normales Porridge“ ist mir dafür im Moment etwas zu schwerfällig. Ich brauche etwas mit viel Obst und einem richtigen Vitamin- und Frischekick! Als Inspiration für das neue Porridge dienten die Orangen-Oats mit Joghurt von Overnight-Oats und als Topping kann man jedes nur erdenkliche Obst nutzen, das man grad noch da hat! Wir haben es zum Beispiel schon mit Orangen, Erdbeeren und Blaubeeren ausprobiert. Echt lecker!

Das Sonnen-Porridge:


Sonnenporridge mit Orange
      Sonnenporridge mit Erdbeeren      Sonnenporridge mit Blaubeeren

Man braucht pro Person:

  • 40g Haferflocken (am besten 20g kernige und 20g zarte)
  • 80g Joghurt
  • 80ml Orangensaft
  • 1EL Agavendicksaft
  • eine Hand voll Obst (am Besten in mundgerechte Happen geschnitten)

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Haferflocken mit dem Orangensaft und dem Joghurt in einem Topf vermischen.
  2. Die Mischung langsam auf dem Herd erwärmen (wir machen das meist auf Stufe 5 von 9) und bis zu gewünschten Konsistenz einreduzieren lassen.
  3. Topf von der heißen Platte ziehen und den Agavendicksaft unter das Porridge mischen.
  4. In ein Schälchen umfüllen und mit dem Obst garnieren.

Ich war mir zwar am Anfang nicht so ganz sicher, ob Haferflocken mit Orangensaft und Joghurt auch warm schmecken, aber ich bin so begeistert von dem neuen Porridge, dass ich es am liebsten jeden Tag essen würde. Leider ist uns heute morgen der Orangensaft ausgegangen, von daher mal gucken, was es morgen feines zum Frühstück gibt…

Jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen, Stricken oder was ihr sonst noch so vorhabt.