Mai 18

Rezension „To all the boys I’ve loved before“

Cover des Buches "To all the boys I've loved before" von Jenny Han
© Hanser
https://www.hanser-literaturverlage.de

Auf dieses Buch bin ich eher durch Zufall gekommen. Ich war auf der Suche nach einem schönen Jugendbuch – mal komplett ohne Fantasy – und bin beim Stöbern im Internet über „To all the boys I’ve loved before“ gestolpert. Der Titel hat mich einfach angesprochen und ich konnte mich erinnern, dass meine ehemalige Kollegin eine andere Reihe von Jenny Han gelesen hat und vollkommen begeistert war. Sobald ich den Klappentexte gelesen hatte, war klar: Das Buch muss ich haben!
Ich hatte zwar im letzten Monat wieder einen totalen Hänger, was das Lesen anging, weil mich einfach kein Buch begeistern konnte, aber mit „To all the boys I’ve loved before“ habe ich das richtige Buch gefunden, um diese Krise zu überwinden. Es ist so großartig, dass ich trotz Hausarbeit, die ich schreiben muss, nicht aufhören konnte zu lesen!

Zum Inhalt:

Lara Jean Song ist 16 Jahre alt und hat zwei Schwestern: eine ältere und eine jüngere. Seit ihre Mutter vor Jahren gestorben ist, hat sich ihre ältere Schwester Margot immer um alles gekümmert, aber Margot hat einen Studienplatz in Schottland ergattert und verlässt deshalb die kleine Familie. Jetzt ist Lara Jean dafür verantwortlich, dass alles rund läuft – dabei war sie doch schon immer die chaotische Schwester…

Als Margot weg ist geht es schnell drunter und drüber in Lara Jeans Leben – richtig chaotisch wird es jedoch, als sie feststellen muss, dass jemand ihre Hutschachtel mit den ganzen alten Liebesbriefen, die sie geschrieben hat, entwendet hat und diese Briefe verschickt. Eigentlich ist es ihr egal, was die Jungs von ihr und ihren Briefen halten – bis auf eine Ausnahme: Josh. Josh, ihrem Nachbarn, besten Freund und vor kurzem noch fester Freund ihrer Schwester Margot.

Um ihre Gefühle für Josh zu verheimlichen, tut Lara Jean so, als wäre sie mit Peter Kavinsky zusammen – ein weiterer Junge, der einen ihrer alten Liebesbriefe bekommen hat – aber dadurch wird alles nur noch komplizierter und schon bald weiß Lara Jean nicht mehr, was sie denken oder fühlen soll…

Mein Leseerlebnis:

Dieses Buch ist so großartig und hat mich sofort in seinen Bann geschlagen! Der Schreibstil ist so mitreißend und kurzweilig, dass ich das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen habe!!! So sehr habe ich schon seit einigen Monaten nicht mehr mit einer Hauptperson in einem Buch mitgefiebert.

Besonders gut hat mir Lara Jean gefallen und ich konnte mich in manch einer Situation in ihr wiedererkennen. Auch das geschwisterliche Zusammenleben der Song-Girls hat die Autorin so unglaublich authentisch beschrieben, dass es mich in vielen Situationen an früher erinnert hat, als ich noch mit meinen Schwestern zuhause gewohnt habe.

Natürlich war ich extrem neugierig und wollte unbedingt wissen, wer denn nun die Hutschachtel „geklaut“ und die Briefe verschickt hat. War Margot, die dafür sorgen wollte, dass Lara Jean aus ihrem bisherigen Alltagstrott herausgerissen wird? Oder war es sogar der Vater? Es gab lange Zeit keinen Hinweis darauf, wer es war, aber genau das hat das Buch auch so spannend gemacht. Und als ganz am Ende verraten wurde, wer es war, war ich echt baff!

Während ich „To all the boys I’ve loved before“ gelesen habe, habe ich mich wirklich in sehr vielen Situationen an früher erinnert gefühlt. Sei es das Zusammenleben mit Schwestern, das Schwärmen für einen unerreichbar scheinenden Jungen oder die vielen verwirrenden und durcheinander fliegenden Gefühle… Jenny Han hat die Gefühlswelt von jungen Mädchen in ihrer Geschichte fantastisch eingefangen.

Wie so oft habe ich das Buch auf Englisch gelesen und nicht auf Deutsch. Es ließ sich wunderbar lesen, hat keine schwierigen Vokabeln und viele kurze Kapitel. Wer also sein Englisch verbessern oder nochmal nach längerer Zeit aufpolieren will hat mit „To all the boys I’ve loved before“ eine kurzweilige und spannende Möglichkeit.

Meine Empfehlung:

„To all the boys I’ve loved before“ ist eine witzige und chaotische Liebesgeschichte, die jedoch nie platt ist. Das Buch eignet sich wunderbar für Mädchen ab 12 Jahren.

Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich jetzt auch direkt den zweiten Band hinterher lesen werde. Wenn ihr also schnell, viel und gern lest wie ich, bietet es sich an, Teil 2 direkt im Haus zu haben. Er fängt nämlich genau da an, wo Teil 1 aufhört: mit einem neuen Brief, den Lara Jean schreibt.

Bibliographische Daten:

Deutsche Ausgabe:
Titel: To all the boys I’ve loved before
Autorin: Jenny Han
Seiten: 352
Verlag: Hanser
ISBN: 9783446250819
Preis TB: 16,00€ / Preis Ebook: 11,99€
Erscheinungsjahr: 07/2016

Englische Ausgabe:
Titel: To all the boys I’ve loved before
Autorin: Jenny Han
Seiten: 384
Verlag: Simon&Schuster
ISBN: 9781442426719
Preis TB: 10,99$
Erscheinungsjahr: 01/2016

März 12

Rezension „Anonym“

Ich liebe die Jugendbücher von Ursula Poznanski und wollte schon immer mal einen ihrer Thriller für Erwachsene lesen. Genauso wie ich auch schon seit langem mal ein Buch von Arno Strobel lesen wollte. Nur irgendwie kam immer etwas dazwischen, aber das neueste Buch von den beiden klang so spannend, dass ich keine Ausreden mehr hatte, es nicht zu lesen.

Cover des Buches "Anonym" von Ursula Poznanski und Arno Strobel
© Rowohlt Verlag
http://www.rowohlt.de

Zum Inhalt:

Kommissarin Nina Salomon wurde von ihrer alten Dienststelle in Bremen nach Hamburg versetzt. Dort muss sie mit dem undurchsichtigen und spleenigen Daniel Buchholz zusammenarbeiten. Die beiden können einander nicht sonderlich gut leiden und werden nur langsam miteinander warm. Doch ihr gemeinsamer Fall hat es in sich und so versuchen die beiden sich so gut sie können, zusammenzuraufen.

Die erste Leiche in ihrem Fall ist ein toter Anwalt, der auf brutale Weise ermordet wurde. Wie sich herausstellt, hat der Mann bei einer Abstimmung im Darknet-Forum Morituri „gewonnen“ und musste deshalb sterben. Noch während die Ermittlungen zum Mord am Anwalt laufen, geht auch schon die nächste Abstimmung online und die Polizei kann nichts tun.

Nina fühlt sich von ihrem Partner ausgebremst, sodass sie sich zu einem Alleingang entschließt. Sie trifft sich mit verschiedenen Forumsusern, in der Hoffnung, so dem Kopf hinter dem Ganzen, Trajan, auf die Schliche zu kommen. Doch ihre Sturheit und Alleingänge haben weitreichende Folgen und schon bald beginnt für sie ein Wettlauf gegen die Zeit, an dessen Ende es keine Sieger geben kann.

Mein Leseerlebnis:

Am Anfang musste ich mich erst etwas an die Schreibweise gewöhnen. Vor allem weil die ersten Kapitel im Prinzip doppelt waren, da dieselben Situationen einmal aus Buchholz‘ und einmal aus Salomons Sicht erzählt wurden. Im Verlauf des Buches wurde dies jedoch immer weniger.

Zuerst hat es mich etwas gestört, dasselbe noch einmal lesen zu müssen, aber je weiter ich gelesen habe, desto glücklicher war ich über die Entscheidung der beiden Autoren. Dadurch, dass man dieselben Erlebnisse aus zwei unterschiedlichen Perspektiven geschildert bekam, hatte man viel schneller und leichter ein Gefühl dafür, wie Buchholz und Salomon ticken, sodass man gewisse Reaktionen der Charaktere später nicht mehr extra erklärt bekommen musste. Im Endeffekt fand ich es auch sehr spannend, mal ein Buch zu lesen, in dem gewisse Charakterzüge nicht ausdrücklich benannt werden, sondern implizit vermittelt wurden.

Ihr solltet euch also auf keinen Fall vom Perspektivwechsel abschrecken lassen! Es ist zwar ungewohnt, aber nach den ersten vier Kapiteln, gibt es keine doppelten Erzählungen mehr, man hat sich an den Wechsel zwischen Salomons und Buchholz‘ Erzählung gewöhnt und die Geschichte wird so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann!

Besonders fasziniert hat mich auch das Thema des Buches: Ein Forum im Darknet, in dem die Mitglieder nicht nur potenzielle Mordopfer vorschlagen können, sondern auch noch darüber abstimmen, wer lebt und wer stirbt. Wie sensationsgierig die Menschen dargestellt werden und die erschreckende Erkenntnis, dass es in der Wirklichkeit womöglich so oder so ähnlich sein könnte, haben den Thriller einerseits noch realistischer und andererseits noch gruseliger für mich gemacht.

Als etwas zu flach empfand ich die Hintergrundgeschichte von Trajan, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.

Der Showdown ist dann so megaspannend und die Auflösung des Falles so unglaublich und trotzdem plausibel, dass man noch lange nachdem man das Buch aus der Hand gelegt hat, über „Anonym“ nachdenkt.

Meine Empfehlung:

Ein Thriller für alle, die ein fesselndes Buch suchen, starke Nerven haben und ein überraschendes Ende von Thrillern suchen. „Anonym“ ist bestens für alle Fans der beiden Autoren sowie Sebastian Fitzek und Wolfgang Tsokos geeignet.

Falls ihr euch nicht sicher seid, ob das Buch was für euch ist, könnt ihr über den Link unten auf die Verlagshomepage von Rowohlt/Wunderlich gehen, dort gibt es eine kostenlose Leseprobe.

Bibliographische Daten:

Titel: Anonym
Autoren: Ursula Poznanski und Arno Strobel
Seiten: 384
Verlag: Wunderlich
ISBN: 9783805250856
Preis HC: 19,95€ / Preis Ebook: 16,99€
Erscheinungsjahr: 09/2016

Februar 27

Warmes im Februar

Bild von einem Paar Lieblingsstulpen aus Dornröschen Merinowolle "Drunter und Drüber - Zwischen den Wellen"
Ein Paar Lieblingsstulpen aus Dornröschen Merinowolle „Drunter und Drüber – Zwischen den Wellen“

Bei den kalten Temperaturen und jetzt auch miesem Wetter, konnte es nicht schaden, einige liebe Menschen mit etwas Gestricktem zu überraschen. Obwohl ich diesen Monat zwei Mal ordentlich erkältet war und nicht wirklich viel machen konnte, habe ich es aber doch geschafft, drei Projekte zu einem guten Ende zu bringen.

Projekt 1: Ein Paar blaue Lieblingsstulpen

Eigentlich waren die Hofnarren-Stulpen ja für unsere Frau Post gedacht, aber irgendwie ist mir ein Geburtstag durchgegangen, wo ich die Stulpen dann spontan verschenkt habe. Darum musste ein neues Paar Stulpen für Frau Post her. Diesmal habe ich mich für ein leuchtendes Blau entschieden und bin schon sehr gespannt, was sie sagen wird. Meine Lieblingsstulpen finde ich klasse, egal in welcher Farbe, aber es war sehr interessant mal ein Paar mit einem sehr zurückhaltenden Farbverlauf zu stricken.

Wie ihr euch sicher schon gedacht habt, sind auch diese Lieblingsstulpen wieder mit der schönen Dornröschen Merinowolle gestrickt, diesmal in der Färbung „Drunter und Drüber – Zwischen den Wellen“.

Projekt 2: Eine Babydecke

Bild einer grün-grau-gestreifen Babydecke mit roter Umrandung
Eine Babydecke für die Kleine meiner besten Freundin

Ende letzten Jahres hat meine beste Freundin Nachwuchs bekommen und schon im Herbsturlaub hatte ich angefangen eine Babydecke für die Kleine zu häkeln. Weil mir häkeln aber irgendwie doch nicht so liegt, habe ich alles, was ich im Urlaub geschafft habe, wieder aufgeribbelt und mit meinen Stricknadeln neu angenadelt. Anfang des Monats ist die Babydecke dann endlich fertig und direkt eingeweiht worden.

Zuerst wollte ich die Decke nur grau-grün gestreift stricken, aber irgendwie war mir das dann für ein kleines Mädchen doch zu farblos. Darum habe ich den leuchtendroten Streifen in die Mitte gestrickt und die gesamte Decke mit ein paar Maschen krausrechts nochmal umstrickt. Das hat zwar dadurch alles etwas länger gedauert – vor allem weil ich einige Male noch zu Uschis Strickstube fahren musste, um Wolle nachzukaufen – aber dafür gefällt mir die Decke so viel besser und ich denke, das Warten hat sich gelohnt.

Gestrickt habe ich die Babydecke aus der „life style“ von Atelier Zitron (100% Merinowolle) in dunkelrot, hellgrün und hellgrau und mit Nadelstärke 3,5.

 

Projekt 3: Ein Paar gefilzte Hausschuhe

Bild von gefilzten, grün-orangenen Hausschuhen
Grün-orange, gefilzte Hausschuhe für meine Nichte

Dann stand diesen Monat noch der Geburtstag meiner Nichte an. Weil sie ein kleiner Spinnewipp ist und eigentlich immer kalte Hände und Füße hat, war mir klar, dass ich ihr etwas Warmes stricken muss. Da die alten Strickpantoffeln ihr mittlerweile zu klein sind, gab es darum ein neues Paar warme Hausschuhe in leuchtend grün und orange. Das Filzen in der Waschmaschine hat zwar dieses Mal nicht so richtig funktioniert – die Schuhe waren beim Verschenken noch zu groß – aber ich denke nach einem weiteren Waschgang mit Tennisbällen sollte das dann auch gegessen sein.

Gestrickt habe ich die Pantoffeln aus ONline Filzwolle in grün und orange mit Nadelstärke 8. Dabei habe ich alle 10 Runden die Farbe gewechselt, damit sie so schön gestreift wurden.

Was gibt es sonst so Neues auf den Nadeln?

Ich stricke im Moment fleißig an den Kniestrümpfen in Größe 47 für meinen Schwager weiter. Ich muss gestehen, ich brauche dafür viel länger, als ich erwartet hätte, aber Socken in Schuhgröße 47 und dann auch als Kniestrümpfe sind halt schon echt groß… Die erste Socke habe ich aber sogar noch im letzten Jahr fertig gestrickt und sie passt wie angegossen. Das macht mich auch echt stolz, schließlich ist es das erste Paar Kniestrümpfe, das ich stricke und dann auch noch freischnauze.

Ein Bild von der Merinowolle in der Färbung "Ich schenk dir mein Lebkuchenherz - orange"
Merinowolle „Ich schenk dir mein Lebkuchenherz – orange“

Abgesehen davon habe ich im Februar einen Shrug-Workshop bei Uschis Strickstube besucht und an dem angenadelten Shrug stricke ich auch immer noch fleißig weiter. Für den Shrug habe ich mir eine unglaublich weiche Alpaccawolle ausgesucht in einem ganz dunklen, leuchtenden Blau. Ich freue mich schon, euch bei Gelegenheit mal ein Foto hier zu posten, wenn ich so weit gekommen bin, dass man das Muster auch richtig schön erkennen kann.

Ansonsten habe ich noch jede Menge tolle Wolle in meinem Regal und meiner Wollbox liegen (zum Beispiel die „Ich schenk dir mein Lebkuchenherz“ auf dem Bild), die auch bald verstrickt werden will. Da liegt noch Wolle für mindestens 4 Paar Stulpen und 3 Paar Socken, die angenadelt werden wollen, aber ich habe mir fest vorgenommen jetzt erst mal die Kniestrümpfe fertig zu stricken, bevor ich etwas Neues stricke! – Bleibt bloß abzuwarten, wie lange ich das auch tatsächlich durchhalte.

Und was ist mit Büchern???

Durch die ganze Kränkelei und Strickerei, bin ich diesen Monat beim Lesen nicht so weit gekommen, wie ich gerne wäre. Es ist allerdings auch so, dass ich mal wieder den Fehler begangen habe, zu viele Bücher gleichzeitig zu lesen, wodurch ich mich auf keines so richtig einlassen kann. Im Moment lese ich deshalb „Anonym“ von Ursula Poznansik und Arno Strobel, „Girl online“ von Zoe Sugg, „Der Rat der Neun“ von Veronica Roth und „Exordium – Deadly Sin Saga“ von Lana Rotaru parallel. Kein Wunder, dass man da nicht richtig voran kommt, oder? Aber im nächsten Monat habe ich bestimmt eines der vier Bücher endlich ausgelesen und kann euch dann davon berichten.

Bis dahin wünsche ich euch allen noch eine schöne Woche mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen oder Stricken. Eure Katrin.

Januar 27

Von der Nadel gehüpft…

sind mir in diesem Jahr tatsächlich schon drei Projekte! Ich muss gestehen, das eine habe ich bereits im letzten Jahr angefangen, aber auch zweieinhalb Projekte in gerade mal etwas mehr als drei Wochen finde ich schon ziemlich gut – und das wohl gemerkt neben den ganzen Unisachen, die  im Moment anstehen (3 Gruppenarbeiten, 1 Lerntagebuch, 1 Lesetagebuch und noch ein paar Textauseinandersetzungen). Aber ich muss auch sagen, es waren eher kleinere Sachen und ich bin gespannt, wie sie euch gefallen.

Der „Herr am Klavier“ mit „Violet Waffels“

Bild der Wollmütze Violett Waffels aus dicker Merinowolle von Dornröschen in der Färbung "Herr am Klavier"
Violett Waffels Mütze aus dicker Merinowolle von Dornröschen (Farbe: Herr am Klavier)

Ein sehr kurioser Name, aber fasst das Projekt sehr gut zusammen. Mein Freund brauchte nämlich dringend eine neue warme und schicke Mütze. Darum haben wir nach schöner, dicker Merinowolle gesucht und sind schließlich bei Dornröschen fündig geworden (wie hätte es auch anders sein sollen?). „Herr am Klavier“ heißt die wunderschöne Färbung mit leuchtendem Blau und dunkelem Grau und Schwarz. Das Muster der Mütze gibt es kostenlos auf Ravelry und heißt „ViolettWaffels“. Ich habe die Mütze ein wenig länger gestrickt, als in der Anleitung angegeben, dadurch passt sie meinem Schatz wie angegossen.

Besonders leicht ging die Strickerei aber nicht nur durch die fantastische Wolle von der Hand, sondern auch durch das Weihnachtsgeschenk, dass mir mein Wichtel dieses Weihnachten geschenkt hat: ein Rundstricknadelset mit Holzköpfen! Es macht mir einfach solchen Spaß mit Holznadeln zu stricken und jetzt habe ich endlich alle gängigen Köpfe für Rundstricknadeln und alle Seillängen, die ich mir nur wünschen kann. Das Jahr wird also noch so einige größere Projekte mit sich bringen.

Hofnärrische Lieblinsstulpen

Als zweites ist mir ein paar Stulpen aus 100%iger Merinowolle von den Nadeln gehüpft. Die hatte ich zwar schon im letzten Jahr angenadelt und wollte sie eigentlich auch schon zu Weihnachten verschenkt haben, aber dank des Weihnachtsgeschäfts ist nichts draus geworden… Nur gut, dass jetzt erst der Winter da ist, dann wird sich unsere Frau Post hoffentlich/bestimmt trotzdem noch über die Stulpen freuen.

Auch hier habe ich Wolle von Dornröschen verstrickt, diesmal jedoch die normale Merinowolle mit ungefähr 400m Lauflänge auf 100g. Ich war sehr gespannt, wie der Farbverlauf sich auf einem paar Stulpen macht und ich muss sagen ich finde ihn einfach toll!

Ein Bild von der Handstulpe aus Merinowolle mit der Färbung "Hofnarr"
Stulpe aus Dornröschen Merinowolle „Hofnarr“

Während ich die Stulpen für Frau Post so strickte, kam mir in den Sinn, dass der Hofnarr auch hervorragend zu meiner Nichte passen würde. Aber ich habe noch eine schöne Sockenwolle für neue warme Strümpfe für sie schon seit einiger Zeit in meiner Wollkiste, darum wollte ich keine Socken aus dem restlichen Hofnarren stricken. Aber als sie mir ihre kalten kleinen Händchen bei einer Umarmung in den Nacken schob stand mein Entschluss fest, dass unbedingt (!) Stulpen her müssen! Darum nadelte ich, sobald ich die Stulpen für Frau Post fertig hatte, noch ein Paar Ministulpen mit dem Hofnarren an. Die gingen so unglaublich schnell von der Nadel, dass es bestimmt nicht das letzte Paar Kinderstulpen war. Mein nächstes Projekt ist aber, noch mehr unterschiedliche Größen zu stricken, sodass ich für alle meine Nichten und Nichten nach und nach ein Paar Stulpen stricken kann, die dann hoffentlich auch alle perfekt passen. Sollte ich das irgendwann geschafft haben, möchte ich mich auch gerne mal daran wagen und meine erste eigene Strickanleitung schreiben. Wenn ich das geschafft habe und die Anleitung fertig ist, werdet ihr auf jeden Fall die ersten sein, die es erfahren und die Anleitung werde ich dann bestimmt auch hier auf meinem Blog veröffentlichen. Also: Vorbeischauen lohnt sich!

Jetzt wünsche ich euch allen aber noch einen schönen Abend mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen! Eure Katrin

Januar 22

Rezension: „Das dunkle Herz des Waldes“

Cover des Buches "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik
© cbj / Verlagsgruppe Random House
http://www.randomhouse.de

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn! Ein unglaublich tolle und überraschende Fantasy-Geschichte, die endlich (!) mal wieder in einem Band abgeschlossen ist!

Zum Inhalt:

Die junge Agnieszka wuchs in einem kleinen Dorf im Schatten des Waldes auf. Der Wald, der sich drohend ihrem Dorf entgegenstreckt und in dem so viele verdrehte und bösartige Wesen leben. Doch der Wald ist nicht ihr einziges Problem: Alle zehn Jahre kommt der Drache in die Dörfer und holt ein Mädchen von 17 Jahren zu sich. Allen ist klar, wen es dieses Jahr treffen wird: Agnieszkas beste Freundin Kaisa. Doch an dem Tag der Auswahl läuft alles anders. Statt Kaisa wählt der Drache Agnieszka, weil sie Magie in sich trägt, von der nicht einmal sie etwas wusste! So muss sie statt ihrer besten Freundin mit dem Fremden fortgehen, ohne zu wissen, was sie erwartet.

Doch das schwierige Leben mit dem Drachen ist bald nicht mehr Agnieszkas einziges Problem: Der Wald scheint mehr und mehr zum Leben zu erwachen und sein niederträchtiges Interesse scheint sich nicht nur gegen Agnieszka und den Drachen zu richten, sondern schon bald gegen das ganze Königreich…

Mein Leseerlebnis:

Naomi Novik schreibt einfach unglaublich spannend und toll! Natürlich hat mich – wie so oft – zunächst das Cover angesprochen. Das Bild und der Titel haben mich neugierig gemacht, worum es wohl in dem Buch geht. Sobald ich den Klappentext gelesen hatte, gab es auch schon kein Halten mehr: Das Buch musste mit!

Zuhause fing ich dann direkt mit Lesen an und konnte es kaum noch aus der Hand legen – leider musste ich es jedoch wegen meines Studiums, aber zum Glück gab es über Weihnachten ja ein paar vorlesungsfreie Tage.

„Das dunkle Herz des Waldes“ hat mich so ungeheuer gefesselt, weil die Geschichte für mich etwas vollkommen Neues war – und das ist nach 10 Jahren im Buchhandel nicht mehr so leicht zu finden! Ein Wald, der ein Bewusstsein zu haben scheint und nicht nur das, der etwas abgrundtief Böses in sich birgt! Die Art wie Naomi Novik das beschrieben hat, fühlte sich so unglaublich echt an, dass ich mich zwischenzeitlich ein bisschen gegruselt habe.

Was das Buch für mich aber einfach am Meisten auszeichnet, ist die Tatsache, dass es in jedem Kapitel zu einer unerwarteten Wendung kommt. Absolut überrascht und beeindruckt hat mich aber das Ende des Buches: ein wirklich unvorhersehbarer und unglaublich spannender Showdown. Ich finde, dieses Buch sollte man als Fantasy-Fan echt gelesen haben!

Meine Empfehlung:

„Das dunkle Herz des Waldes“ ist ein Buch für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren, da es am Ende doch etwas blutig ist und es auch eine kurze, heiße Liebesszene gibt.

Bibliographische Daten:

Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autorin: Naomi Novik
Seiten: 576
Verlag: CBJ
ISBN: 978-3-570-17268-1
Preis HC: 17,99€ / Preis Ebook: 13,99€
Erscheinungsjahr: 11/2016