Februar 27

Warmes im Februar

Bild von einem Paar Lieblingsstulpen aus Dornröschen Merinowolle "Drunter und Drüber - Zwischen den Wellen"
Ein Paar Lieblingsstulpen aus Dornröschen Merinowolle „Drunter und Drüber – Zwischen den Wellen“

Bei den kalten Temperaturen und jetzt auch miesem Wetter, konnte es nicht schaden, einige liebe Menschen mit etwas Gestricktem zu überraschen. Obwohl ich diesen Monat zwei Mal ordentlich erkältet war und nicht wirklich viel machen konnte, habe ich es aber doch geschafft, drei Projekte zu einem guten Ende zu bringen.

Projekt 1: Ein Paar blaue Lieblingsstulpen

Eigentlich waren die Hofnarren-Stulpen ja für unsere Frau Post gedacht, aber irgendwie ist mir ein Geburtstag durchgegangen, wo ich die Stulpen dann spontan verschenkt habe. Darum musste ein neues Paar Stulpen für Frau Post her. Diesmal habe ich mich für ein leuchtendes Blau entschieden und bin schon sehr gespannt, was sie sagen wird. Meine Lieblingsstulpen finde ich klasse, egal in welcher Farbe, aber es war sehr interessant mal ein Paar mit einem sehr zurückhaltenden Farbverlauf zu stricken.

Wie ihr euch sicher schon gedacht habt, sind auch diese Lieblingsstulpen wieder mit der schönen Dornröschen Merinowolle gestrickt, diesmal in der Färbung „Drunter und Drüber – Zwischen den Wellen“.

Projekt 2: Eine Babydecke

Bild einer grün-grau-gestreifen Babydecke mit roter Umrandung
Eine Babydecke für die Kleine meiner besten Freundin

Ende letzten Jahres hat meine beste Freundin Nachwuchs bekommen und schon im Herbsturlaub hatte ich angefangen eine Babydecke für die Kleine zu häkeln. Weil mir häkeln aber irgendwie doch nicht so liegt, habe ich alles, was ich im Urlaub geschafft habe, wieder aufgeribbelt und mit meinen Stricknadeln neu angenadelt. Anfang des Monats ist die Babydecke dann endlich fertig und direkt eingeweiht worden.

Zuerst wollte ich die Decke nur grau-grün gestreift stricken, aber irgendwie war mir das dann für ein kleines Mädchen doch zu farblos. Darum habe ich den leuchtendroten Streifen in die Mitte gestrickt und die gesamte Decke mit ein paar Maschen krausrechts nochmal umstrickt. Das hat zwar dadurch alles etwas länger gedauert – vor allem weil ich einige Male noch zu Uschis Strickstube fahren musste, um Wolle nachzukaufen – aber dafür gefällt mir die Decke so viel besser und ich denke, das Warten hat sich gelohnt.

Gestrickt habe ich die Babydecke aus der „life style“ von Atelier Zitron (100% Merinowolle) in dunkelrot, hellgrün und hellgrau und mit Nadelstärke 3,5.

 

Projekt 3: Ein Paar gefilzte Hausschuhe

Bild von gefilzten, grün-orangenen Hausschuhen
Grün-orange, gefilzte Hausschuhe für meine Nichte

Dann stand diesen Monat noch der Geburtstag meiner Nichte an. Weil sie ein kleiner Spinnewipp ist und eigentlich immer kalte Hände und Füße hat, war mir klar, dass ich ihr etwas Warmes stricken muss. Da die alten Strickpantoffeln ihr mittlerweile zu klein sind, gab es darum ein neues Paar warme Hausschuhe in leuchtend grün und orange. Das Filzen in der Waschmaschine hat zwar dieses Mal nicht so richtig funktioniert – die Schuhe waren beim Verschenken noch zu groß – aber ich denke nach einem weiteren Waschgang mit Tennisbällen sollte das dann auch gegessen sein.

Gestrickt habe ich die Pantoffeln aus ONline Filzwolle in grün und orange mit Nadelstärke 8. Dabei habe ich alle 10 Runden die Farbe gewechselt, damit sie so schön gestreift wurden.

Was gibt es sonst so Neues auf den Nadeln?

Ich stricke im Moment fleißig an den Kniestrümpfen in Größe 47 für meinen Schwager weiter. Ich muss gestehen, ich brauche dafür viel länger, als ich erwartet hätte, aber Socken in Schuhgröße 47 und dann auch als Kniestrümpfe sind halt schon echt groß… Die erste Socke habe ich aber sogar noch im letzten Jahr fertig gestrickt und sie passt wie angegossen. Das macht mich auch echt stolz, schließlich ist es das erste Paar Kniestrümpfe, das ich stricke und dann auch noch freischnauze.

Ein Bild von der Merinowolle in der Färbung "Ich schenk dir mein Lebkuchenherz - orange"
Merinowolle „Ich schenk dir mein Lebkuchenherz – orange“

Abgesehen davon habe ich im Februar einen Shrug-Workshop bei Uschis Strickstube besucht und an dem angenadelten Shrug stricke ich auch immer noch fleißig weiter. Für den Shrug habe ich mir eine unglaublich weiche Alpaccawolle ausgesucht in einem ganz dunklen, leuchtenden Blau. Ich freue mich schon, euch bei Gelegenheit mal ein Foto hier zu posten, wenn ich so weit gekommen bin, dass man das Muster auch richtig schön erkennen kann.

Ansonsten habe ich noch jede Menge tolle Wolle in meinem Regal und meiner Wollbox liegen (zum Beispiel die „Ich schenk dir mein Lebkuchenherz“ auf dem Bild), die auch bald verstrickt werden will. Da liegt noch Wolle für mindestens 4 Paar Stulpen und 3 Paar Socken, die angenadelt werden wollen, aber ich habe mir fest vorgenommen jetzt erst mal die Kniestrümpfe fertig zu stricken, bevor ich etwas Neues stricke! – Bleibt bloß abzuwarten, wie lange ich das auch tatsächlich durchhalte.

Und was ist mit Büchern???

Durch die ganze Kränkelei und Strickerei, bin ich diesen Monat beim Lesen nicht so weit gekommen, wie ich gerne wäre. Es ist allerdings auch so, dass ich mal wieder den Fehler begangen habe, zu viele Bücher gleichzeitig zu lesen, wodurch ich mich auf keines so richtig einlassen kann. Im Moment lese ich deshalb „Anonym“ von Ursula Poznansik und Arno Strobel, „Girl online“ von Zoe Sugg, „Der Rat der Neun“ von Veronica Roth und „Exordium – Deadly Sin Saga“ von Lana Rotaru parallel. Kein Wunder, dass man da nicht richtig voran kommt, oder? Aber im nächsten Monat habe ich bestimmt eines der vier Bücher endlich ausgelesen und kann euch dann davon berichten.

Bis dahin wünsche ich euch allen noch eine schöne Woche mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen oder Stricken. Eure Katrin.

Januar 27

Von der Nadel gehüpft…

sind mir in diesem Jahr tatsächlich schon drei Projekte! Ich muss gestehen, das eine habe ich bereits im letzten Jahr angefangen, aber auch zweieinhalb Projekte in gerade mal etwas mehr als drei Wochen finde ich schon ziemlich gut – und das wohl gemerkt neben den ganzen Unisachen, die  im Moment anstehen (3 Gruppenarbeiten, 1 Lerntagebuch, 1 Lesetagebuch und noch ein paar Textauseinandersetzungen). Aber ich muss auch sagen, es waren eher kleinere Sachen und ich bin gespannt, wie sie euch gefallen.

Der „Herr am Klavier“ mit „Violet Waffels“

Bild der Wollmütze Violett Waffels aus dicker Merinowolle von Dornröschen in der Färbung "Herr am Klavier"
Violett Waffels Mütze aus dicker Merinowolle von Dornröschen (Farbe: Herr am Klavier)

Ein sehr kurioser Name, aber fasst das Projekt sehr gut zusammen. Mein Freund brauchte nämlich dringend eine neue warme und schicke Mütze. Darum haben wir nach schöner, dicker Merinowolle gesucht und sind schließlich bei Dornröschen fündig geworden (wie hätte es auch anders sein sollen?). „Herr am Klavier“ heißt die wunderschöne Färbung mit leuchtendem Blau und dunkelem Grau und Schwarz. Das Muster der Mütze gibt es kostenlos auf Ravelry und heißt „ViolettWaffels“. Ich habe die Mütze ein wenig länger gestrickt, als in der Anleitung angegeben, dadurch passt sie meinem Schatz wie angegossen.

Besonders leicht ging die Strickerei aber nicht nur durch die fantastische Wolle von der Hand, sondern auch durch das Weihnachtsgeschenk, dass mir mein Wichtel dieses Weihnachten geschenkt hat: ein Rundstricknadelset mit Holzköpfen! Es macht mir einfach solchen Spaß mit Holznadeln zu stricken und jetzt habe ich endlich alle gängigen Köpfe für Rundstricknadeln und alle Seillängen, die ich mir nur wünschen kann. Das Jahr wird also noch so einige größere Projekte mit sich bringen.

Hofnärrische Lieblinsstulpen

Als zweites ist mir ein paar Stulpen aus 100%iger Merinowolle von den Nadeln gehüpft. Die hatte ich zwar schon im letzten Jahr angenadelt und wollte sie eigentlich auch schon zu Weihnachten verschenkt haben, aber dank des Weihnachtsgeschäfts ist nichts draus geworden… Nur gut, dass jetzt erst der Winter da ist, dann wird sich unsere Frau Post hoffentlich/bestimmt trotzdem noch über die Stulpen freuen.

Auch hier habe ich Wolle von Dornröschen verstrickt, diesmal jedoch die normale Merinowolle mit ungefähr 400m Lauflänge auf 100g. Ich war sehr gespannt, wie der Farbverlauf sich auf einem paar Stulpen macht und ich muss sagen ich finde ihn einfach toll!

Ein Bild von der Handstulpe aus Merinowolle mit der Färbung "Hofnarr"
Stulpe aus Dornröschen Merinowolle „Hofnarr“

Während ich die Stulpen für Frau Post so strickte, kam mir in den Sinn, dass der Hofnarr auch hervorragend zu meiner Nichte passen würde. Aber ich habe noch eine schöne Sockenwolle für neue warme Strümpfe für sie schon seit einiger Zeit in meiner Wollkiste, darum wollte ich keine Socken aus dem restlichen Hofnarren stricken. Aber als sie mir ihre kalten kleinen Händchen bei einer Umarmung in den Nacken schob stand mein Entschluss fest, dass unbedingt (!) Stulpen her müssen! Darum nadelte ich, sobald ich die Stulpen für Frau Post fertig hatte, noch ein Paar Ministulpen mit dem Hofnarren an. Die gingen so unglaublich schnell von der Nadel, dass es bestimmt nicht das letzte Paar Kinderstulpen war. Mein nächstes Projekt ist aber, noch mehr unterschiedliche Größen zu stricken, sodass ich für alle meine Nichten und Nichten nach und nach ein Paar Stulpen stricken kann, die dann hoffentlich auch alle perfekt passen. Sollte ich das irgendwann geschafft haben, möchte ich mich auch gerne mal daran wagen und meine erste eigene Strickanleitung schreiben. Wenn ich das geschafft habe und die Anleitung fertig ist, werdet ihr auf jeden Fall die ersten sein, die es erfahren und die Anleitung werde ich dann bestimmt auch hier auf meinem Blog veröffentlichen. Also: Vorbeischauen lohnt sich!

Jetzt wünsche ich euch allen aber noch einen schönen Abend mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen! Eure Katrin

Januar 22

Rezension: „Das dunkle Herz des Waldes“

Cover des Buches "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik
© cbj / Verlagsgruppe Random House
http://www.randomhouse.de

Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn! Ein unglaublich tolle und überraschende Fantasy-Geschichte, die endlich (!) mal wieder in einem Band abgeschlossen ist!

Zum Inhalt:

Die junge Agnieszka wuchs in einem kleinen Dorf im Schatten des Waldes auf. Der Wald, der sich drohend ihrem Dorf entgegenstreckt und in dem so viele verdrehte und bösartige Wesen leben. Doch der Wald ist nicht ihr einziges Problem: Alle zehn Jahre kommt der Drache in die Dörfer und holt ein Mädchen von 17 Jahren zu sich. Allen ist klar, wen es dieses Jahr treffen wird: Agnieszkas beste Freundin Kaisa. Doch an dem Tag der Auswahl läuft alles anders. Statt Kaisa wählt der Drache Agnieszka, weil sie Magie in sich trägt, von der nicht einmal sie etwas wusste! So muss sie statt ihrer besten Freundin mit dem Fremden fortgehen, ohne zu wissen, was sie erwartet.

Doch das schwierige Leben mit dem Drachen ist bald nicht mehr Agnieszkas einziges Problem: Der Wald scheint mehr und mehr zum Leben zu erwachen und sein niederträchtiges Interesse scheint sich nicht nur gegen Agnieszka und den Drachen zu richten, sondern schon bald gegen das ganze Königreich…

Mein Leseerlebnis:

Naomi Novik schreibt einfach unglaublich spannend und toll! Natürlich hat mich – wie so oft – zunächst das Cover angesprochen. Das Bild und der Titel haben mich neugierig gemacht, worum es wohl in dem Buch geht. Sobald ich den Klappentext gelesen hatte, gab es auch schon kein Halten mehr: Das Buch musste mit!

Zuhause fing ich dann direkt mit Lesen an und konnte es kaum noch aus der Hand legen – leider musste ich es jedoch wegen meines Studiums, aber zum Glück gab es über Weihnachten ja ein paar vorlesungsfreie Tage.

„Das dunkle Herz des Waldes“ hat mich so ungeheuer gefesselt, weil die Geschichte für mich etwas vollkommen Neues war – und das ist nach 10 Jahren im Buchhandel nicht mehr so leicht zu finden! Ein Wald, der ein Bewusstsein zu haben scheint und nicht nur das, der etwas abgrundtief Böses in sich birgt! Die Art wie Naomi Novik das beschrieben hat, fühlte sich so unglaublich echt an, dass ich mich zwischenzeitlich ein bisschen gegruselt habe.

Was das Buch für mich aber einfach am Meisten auszeichnet, ist die Tatsache, dass es in jedem Kapitel zu einer unerwarteten Wendung kommt. Absolut überrascht und beeindruckt hat mich aber das Ende des Buches: ein wirklich unvorhersehbarer und unglaublich spannender Showdown. Ich finde, dieses Buch sollte man als Fantasy-Fan echt gelesen haben!

Meine Empfehlung:

„Das dunkle Herz des Waldes“ ist ein Buch für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren, da es am Ende doch etwas blutig ist und es auch eine kurze, heiße Liebesszene gibt.

Bibliographische Daten:

Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autorin: Naomi Novik
Seiten: 576
Verlag: CBJ
ISBN: 978-3-570-17268-1
Preis HC: 17,99€ / Preis Ebook: 13,99€
Erscheinungsjahr: 11/2016

Januar 8

Ein frohes neues und gesundes Jahr 2017

wünsche ich euch allen!

Leider war es die letzten Monate sehr ruhig hier, aber das wird sich hoffentlich in diesem Jahr wieder ändern! Ich habe auf jeden Fall schon viele, schöne Bücher auf meinem Lesestapel und einige neue Projekte angenadelt, über die ihr demnächst noch mehr erfahren werdet. Aber für den Start in dieses neue Jahr habe ich erst mal einen leckeren Frühstückstipp für euch: unser Sonnen-Porridge.

So kalt, wie es im Moment draußen ist (in den letzten Tagen hatten wir hier morgens Minus 15 Grad!), brauche ich morgens auf jeden Fall etwas warmes im Magen und wie geht das leichter und leckerer als mit einem warmen Porridge? Aber unser „normales Porridge“ ist mir dafür im Moment etwas zu schwerfällig. Ich brauche etwas mit viel Obst und einem richtigen Vitamin- und Frischekick! Als Inspiration für das neue Porridge dienten die Orangen-Oats mit Joghurt von Overnight-Oats und als Topping kann man jedes nur erdenkliche Obst nutzen, das man grad noch da hat! Wir haben es zum Beispiel schon mit Orangen, Erdbeeren und Blaubeeren ausprobiert. Echt lecker!

Das Sonnen-Porridge:


Sonnenporridge mit Orange
      Sonnenporridge mit Erdbeeren      Sonnenporridge mit Blaubeeren

Man braucht pro Person:

  • 40g Haferflocken (am besten 20g kernige und 20g zarte)
  • 80g Joghurt
  • 80ml Orangensaft
  • 1EL Agavendicksaft
  • eine Hand voll Obst (am Besten in mundgerechte Happen geschnitten)

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Haferflocken mit dem Orangensaft und dem Joghurt in einem Topf vermischen.
  2. Die Mischung langsam auf dem Herd erwärmen (wir machen das meist auf Stufe 5 von 9) und bis zu gewünschten Konsistenz einreduzieren lassen.
  3. Topf von der heißen Platte ziehen und den Agavendicksaft unter das Porridge mischen.
  4. In ein Schälchen umfüllen und mit dem Obst garnieren.

Ich war mir zwar am Anfang nicht so ganz sicher, ob Haferflocken mit Orangensaft und Joghurt auch warm schmecken, aber ich bin so begeistert von dem neuen Porridge, dass ich es am liebsten jeden Tag essen würde. Leider ist uns heute morgen der Orangensaft ausgegangen, von daher mal gucken, was es morgen feines zum Frühstück gibt…

Jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Lesen, Stricken oder was ihr sonst noch so vorhabt.

September 23

Rezension „Todesmärchen“

Cover des Buches "Todesmärchen"
© Goldmann / Verlagsgruppe Random House
http://www.randomhouse.de

Dieses Buch hat mich mal wieder zuerst wegen seines Covers angesprochen, aber der Inhalt war der Wahnsinn und hat mich komplett begeistert!

Zum Inhalt:

Fallanalytiker Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez ermitteln in einer Mordserie, die Parallelen zu einem alten Fall von Sneijder zeigt. Doch die Morde unterscheiden sich auch von den damaligen, da die Leichen wie in Märchen von H. C. Andersen drapiert wurden. Außerdem sitzt der Mörder von damals – Piet van Loon – immer noch hinter Gittern und kann nichts mit den Morden zu tun haben. Aber wer, wenn nicht er, setzt sein Werk fort?

Gleichzeitig wird die Geschichte der jungen Hannah Norland erzählt – einer jungen Psychologin, die ihr Praktikum in einer einsamen Anstalt voller Schwerverbrecher beginnt unter denen sich auch Piet van Loon befindet. Doch Hannah hat ein dunkles Geheimnis, das sie einzuholen droht. Und schon bald spielt Piet van Loon ein zutiefst perfides Spiel – doch nicht nur mit Hannah, sondern auch mit Sneijder.

Mein Leseerlebnis:

Da das Buch „Todesmärchen“ heißt und im Klappentext nur generell von Märchen die Rede ist, war ich zu Beginn des Buches etwas irritiert, da ich einfach davon ausgegangen bin, dass es sich um tödliche Inszenierungen der Grimmschen Märchen handelt. Dem ist aber nicht so, statt dessen geht es um die Märchen des dänischen Autors Hans Christian Andersen.  Als mir das klar war, gefiel mir das Buch gleich noch besser, weil ich die Märchen, die ich von Andersen kenne, sehr mag und jetzt noch einen Grund habe, sie mir selbst vielleicht doch noch einmal durchzulesen.

Im Buch werden drei verschiedene Erzählstränge verfolgt: Zum einen begleitet man das Ermittlerduo Sneijder und Nemez, zum anderen erlebt man die Therapie von Piet van Loon aus der Sicht der Psychologin Hannah mit. Darüber hinaus wird in Rückblenden immer wieder von den Morden von vor fünf Jahren erzählt. Der ständige Wechsel zwischen den Erzählsträngen hat mir am Anfang nicht so gut gefallen, weil dadurch die spannenden Ermittlungen von Sneijder und Nemez immer wieder unterbrochen wurden. Die beiden anderen Erzählstränge bekamen jedoch nach und nach so eine ungeheure Eigendynamik, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen, weil ich bei allen dreien wissen wollte, wie es weitergeht! – Wie gut nur, dass ich in Urlaub bin und nicht aufhören musste.

Auch den Schreibstil von Andreas Gruber empfand ich sehr angenehm, da er ohne altbekannte Formulierungen und Schockmomente auskommt.

Am meisten überrascht und begeistert an diesem absolut genialen Thriller haben mich aber die unglaublichen, megaspannenden und wirklich unerwarteten Wendungen! Ich hätte nie gedacht, dass… – jetzt hätte ich mich fast verplappert, aber das lest mal lieber schön selbst.

„Todesmärchen“ war mein erster Fall mit Maarten S. Sneijder, aber definitiv nicht mein letzter!

Meine Empfehlung:

„Todesmärchen“ ist ein besonderer Thriller, der auch alteingesessene Krimileser zu überraschen versteht und somit ein Muss ist für jeden Krimi-Fan. Ihr solltet nur starke Nerven haben, weil  die Geschichte echt spannend ist und ein paar nicht ganz so appetitliche Stellen hat – die werden aber nicht ausgeschlachtet sondern nur kurz in einem Satz erwähnt. Also einfach über diese Stellen schnell drüber lesen und nicht zu lange darüber nachdenken, wenn ihr zu den etwas sanfteren Gemütern zählt.

Bibliographische Daten:

Titel: Todesmärchen
Autor: Andreas Gruber
Seiten: 544
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48312-9
Preis TB: 9,99€ /Preis Ebook: 8,99€
Erscheinungsjahr: 08/2016