Februar 25

Warme Füße muss man haben…

Jetzt kommt sie doch noch, die große Kälte. Es ist ja wirklich lange Zeit mild gewesen, dass ich fast schon nicht mehr daran glaubte, dass der Winter noch kommt. Aber jetzt, im Februar, sucht er uns heim. Bei uns hat es immer wieder ordentlich geschneit und die Temperaturen sind seit mehreren Wochen unter null Grad. Nur gut, dass ich so viel schöne Wolle auf Vorrat habe. Ich musste sie nur kurz wickeln und schon konnte ich die ersten Socken für dieses Jahr annadeln.

Ein Paar blau-grün geringelte Socken sind von der Seite vor einem dunklen Hintergrund zu sehen.
Ein Paar Socken für meinen Freund

Das erste Sockenpaar:

Die ersten Socken in diesem Jahr habe ich für meinen Freund gestrickt. Er hat trotz Heizung immer so gefroren während er am Computer arbeitete, dass ich ihn mit warmen Socken versorgen musste. Die Wolle dafür hatte er sich schon im Dezember ausgesucht – eine Sonderfärbung aus dem Dornröschenwolle-Adventskalender auf Sockenwolle.

Weil mein Freund von der Käppchenferse nicht so begeistert ist und ich nicht von der normalen Bumerangferse, habe ich mich während ich den ersten Schaft gestrickt habe nach anderen Fersenarten umgesehen. Dabei bin ich über das Video mit der „Shadow-Wrap“-Ferse von Maschenmarie gestolpert: eine Ferse ohne Löcher und mit hohem Tragekomfort. Ich war erst sehr skeptisch und fand, das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber ich bin positiv überrascht und finde die Ferse echt genial. Sie lässt sich sehr angenehm mit verkürzten Runden stricken, ohne dass ich mir beim Erstellen von doppelten Maschen das Blut im linken Zeigefinger abquetschen muss. Gleichzeitig hat die Ferse keine komischen Kanten oder Knoten, die man beim Tragen eventuell unangenehm spürt wie es bei der Käppchenferse schon mal der Fall sein kann. Wenn ich euch neugierig gemacht habe, folgt am besten dem Link oben zum YouTube-Video. Maschenmarie erklärt die Ferse wirklich total super und zeigt genau wie sie die Shadow-Wrap-Ferse strickt, sodass man es ganz einfach nachmachen kann.

Wie die Shadow-Wrap-Ferse dann am Ende aussieht, könnt ihr euch hier angucken:

Seitliche Ansicht einer Socke mit Shadow-Wrap-Ferse
Shadow-Wrap-Ferse

Das zweite Sockenpaar:

Das zweite Paar Socken, dass ich in diesem Jahr bereits fertig gestrickt habe, war für meine Nichte. – Ich muss allerdings gestehen, dass ich dieses Paar Socken bereits im Dezember angefangen habe zu stricken. Weil ich im Dezember aber noch ein paar Weihnachtsgeschenke fertig stricken musste, habe ich es erst dieses Jahr geschafft, sie fertigzustellen.

Ein Paar rosa-grün-hellblau geringelte Socken sind von der Seite vor einem dunklen Hintergrund zu sehen.
„Irish Girlie“-Socken für meine Nichte

Meine Nicht hat so dünne Beine, dass ich die Maschenanzahl und damit die Weite der Socken genau an sie angepasst habe. In diesem Fall habe ich die Socken in Größe 32/33 gestrickt aber mit der Maschenanzahl für Socken in Größe 30/31. Durch die geringere Maschenanzahl und das Rippenmuster aus zwei rechten und zwei linken Maschen im Wechsel, sitzen die Socken wie angegossen.

Auch dieses Paar Socken habe ich aus einem Strang Dornröschen-Sockenwolle gestrickt, dieses Mal in der Färbung „Irish Girlies“. Den Strang hatte ich schon über ein Jahr in meiner Wollkiste liegen, aber es hatte sich einfach noch keine Gelegenheit ergeben, um ihn zu verarbeiten. Jetzt habe ich immer noch genügend „Irish Girlies“-Wolle übrig, um noch ein Paar Socken daraus zu stricken. Deshalb bekommt meine andere Nichte auch noch ein Paar Socken aus dieser Wolle, sodass die beiden Mädels im Partnerlook gehen können.

Weitere Projekte:

Natürlich stricke ich parallel auch noch an anderen Sachen, zum Beispiel an noch einem Paar Socken in Größe 47 für einen Freund – auch die habe ich bereits letztes Jahr angenadelt . Die Socken aus der „Irish Girlies“-Wolle für meine andere Nichte habe ich auch bereits angefangen und ein paar Stulpen aus Merinowolle für meine Arbeitskollegin. Außerdem arbeite ich noch an einem größeren Strickprojekt, von dem ich hoffe, dass ich es euch auch bald vorstellen kann, aber bis dahin verrate ich euch noch nicht mehr darüber.

Was gibt es sonst Neues?

Ich habe viele neue Bücher bekommen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit zum Lesen. Nicht nur, weil ich so viel Strickprojekte habe, an denen ich arbeite, sondern vor allem auch, weil ich im Moment einige Hausarbeiten schreiben muss. Abgesehen davon habe ich noch ein paar zusätzliche Blockseminare in der Vorlesungsfreienzeit belegt (zum Beispiel eins über Photoshop – vielleicht ergibt sich demnächst ja eine Gelegenheit bei der ich euch zeigen kann, was ich dabei alles gelernt habe…). Ich denke aber, bis nächsten Monat werde ich wieder ein Buch fertig gelesen haben und euch darüber berichten können.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen, sonnigen Sonntag mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen.

Eure Katrin

Oktober 22

Oktober: Monat der unfertigen Projekte

Mir ist Anfang des Monats beim Aufräumen mit Erschrecken aufgefallen, wie viele unfertige Strickprojekte in unserer Wohnung rumfliegen. Das hat mich so sehr genervt, dass ich beschlossen habe, wenigstens einen Teil der Projekte fertig zu stricken, bevor ich wieder zig neue anfange. Es ist mir sogar schon gelungen, zwei Langzeitprojekte fertigzustellen!

Auf dem Bild sieht man ein Paar Yogasocken. Sie haben statt einer gestricken Ferse ein Loch. Auch am unteren Ende der Socke, wo normalerweise die Sockenspitze ist, sind die Socken offen.
Ein Paar Yogasocken für meine Schwester

Projekt 1: Yogasocken

Meine älteste Schwester hat mich schon vor einiger Zeit damit beauftragt, ihr mal ein Paar Yogasocken zu stricken. Irgendwie waren aber immer andere Socken dazwischen gekommen. Im Sommer, wenn kaum jemand Socken haben will, hatte ich dann endlich Zeit mich an das Projekt Yogasocken zu setzen. Die erste war auch ruckzuck fertig. – Kein Wunder, bei Yogasocken braucht man schließlich weder eine Ferse noch den kompletten Fuß zu stricken.

Bevor ich die zweite Socke annadeln wollte, war es mir aber wichtig, dass meine Schwester die fertige Socke wenigstens einmal anprobiert. Es war schließlich meine erste Yogasocke – und weil meine Schwester kleinere Füße hat als ich, konnte ich selber die Socke nicht anprobieren, um zu sehen, ob genug Platz an der Ferse ist. Darum habe ich die Socke zusammen mit zwei Dvds per Post an meine Schwester geschickt. Das war allerdings eine schlechte Idee: Das Päckchen hat sage und schreibe 14 Tage gebraucht, bis es bei meiner Schwester angekommen ist und ich dachte schon, es wäre ganz verschollen gegangen. Als wir schon nicht mehr daran glaubten, kam das Päckchen dann aber doch noch bei ihr an. Und zu meinem Glück passte die Socke wie angegossen.

Bevor ich die zweite Socke dann aber annadeln konnte, musste die erste Socke ihren Weg wieder zu mir finden, damit ich auch mit derselben Farbe anfangen konnte und die Muster der beiden Socken nicht vollkommen von einander abweichen. Die Socke hat ihren Weg wieder zu mir zurück gefunden und ich habe diesen Monat dann schnell die zweite dazugestrickt. Die Socken warten jetzt nur noch darauf, dass ich meine Schwester wiedersehe und ihr die Socken gebe. Denn nochmal will ich die Socken nicht mit der Post schicken.

Für den ersten Versuch, Yogasocken zu stricken sind sie mir gar nicht mal so schlecht gelungen, aber ich will noch ein paar Dinge verbessern – beim nächsten Paar. Und wenn die mir gefallen, werde ich vielleicht auch mal eine richtige Anleitung schreiben und nicht jedes Mal aufs Neue improvisieren.

Auf dem Bild sieht man ein Paar Handstulpen in dunklem Rot. Die Stulpen sind mit 100% Merinowolle gestrickt. Die Färbung heißt "weinrot".
Ein Paar lange Stulpen mit Daumenloch

Projekt 2: Lange Stulpen

Ich liebe Handstulpen, wie euch sicher schon aufgefallen ist. Ich trage sie unheimlich gern, weil sie die Hände warm halten, ohne dabei sehr einzuschränken, wie es bei Handschuhen oftmals der Fall ist. Stulpen sind auch immer ein schönes kleines Geschenk, das man zum Geburtstag verschenken oder zu sonstigen Anlässen mitnehmen kann. Außerdem macht mir auch das Stricken von Stulpen viel Spaß, weil sie schnell wachsen und auch relativ schnell fertiggestellt sind.

Dieses Mal wollte ich aber etwas anders machen. Ich wollte Stulpen machen, die nur ein Daumenloch haben und nicht noch einen kleinen Daumen angestrickt haben. Weil die Stulpen dann aber anders sitzen, mussten ich die Handflächen etwas länger stricken. Deshalb sind die Stulpen etwas anders als die, die ich bisher gestrickt habe. Sie sind insgesamt etwas länger, sodass ich auch hier bei den nächsten Stulpen nochmal nachbessern muss.

Aber auch so finde ich, dass die Stulpen wieder unglaublich schön geworden sind. Wie fast immer habe ich 100%-Merinowolle von Dornröschen-Wolle genommen – diesmal in der drunter und drüber Färbung „Wein“. Ich konnte erst während des Strickens richtig sehen, wie toll der Farbverlauf ist. – Ich hatte am Anfang schon Sorge, dass die Stulpen schlicht einfarbig sein würden, aber das war ganz umsonst.

Die Stulpen wandern jetzt erstmal in eine Schublade und warten dort auf ihre/n neue/n Besitzer/in – mal sehen, wer es wird.

Was sonst noch so in der Wohnung rumfliegt

Natürlich waren das nicht alle Projekte, die hier ihr unvollendetes Dasein fristen. Da ist noch eine einzelne Socke in Größe 42/43 für meinen Schwager, die auf ihr Gegenstück wartet. Dann ist da noch mein Großprojekt (was es ist, verrate ich aber hier noch nicht, darüber will ich nämlich noch in einem anderen Blogpost berichten), ein angefangener Cowl (ausnahmsweise mal etwas für mich selbst) und ein Shrug, den ich im Februar bei einem Workshop in Uschi’s Strickstube angefangen habe und den ich eigentlich auch bald mal fertig stricken könnte, damit ich ihn diesen Herbst/Winter endlich mal tragen kann.  Abgesehen davon habe ich noch ein paar Geburtstags- und Weihnachtswünsche, die am besten auch noch dieses Jahr gestrickt werden müssten.

Und dann habe ich auch noch einige Stränge unverstrickte Dornröschen-Wolle hier liegen, die auch unbedingt gestrickt werden wollen. Für einen habe ich auch schon eine tolle Idee – nur fehlt mir wie für so vieles die Zeit.

Wie ihr seht: Hier wird es nie langweilig und es gibt immer genug Wolle und Strickprojekte.

Und was ist mit Büchern?

Natürlich lese ich auch fleißig neben dem ganzen Stricken. Allerdings habe ich wieder das Problem, dass mich keins der Bücher, die ich angefangen habe, so richtig fesselt. Habt ihr vielleicht einen guten Tipp für mich? Am liebsten eine tolle Liebesgeschichte oder nochmal einen richtig guten Thriller.

Jetzt wünsche ich euch allen noch einen schönen Sonntagabend mit ein paar ruhigen Minuten zum Stricken oder Lesen!
Eure Katrin